Start31 FragenRaesfeld wählt: 31 Fragen, 4 Kandidaten - Mehr Barrierefreiheit? (17)

Raesfeld wählt: 31 Fragen, 4 Kandidaten – Mehr Barrierefreiheit? (17)

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Weiter geht es mit der Frage: Wie möchten Sie sicherstellen, dass Menschen mit Behinderung in Raesfeld barrierefrei am öffentlichen Leben teilnehmen können – sowohl baulich als auch sozial? Die Fragen beantworten Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

Gesellschaft und Zusammenhalt

Wie möchten Sie sicherstellen, dass Menschen mit Behinderung in Raesfeld barrierefrei am öffentlichen Leben teilnehmen können – sowohl baulich als auch sozial?

Dirk Kuhmann

„Aus meiner beruflichen Erfahrung heraus weiß ich, dass die Einbeziehung einer Person, die die Belange der Menschen mit Behinderung vertritt, zum Beispiel bei öffentlichen Bauprojekten, hervorragend funktioniert.

Dieses Modell möchte ich gerne auch in Raesfeld umsetzen. Gerade am Wochenende, während meines Aufenthaltes bei der Veranstaltung „Sommerlaune 2025“ habe ich mich mit einem Bewohner des Wohnangebotes „Intensiv ambulanten Wohnen“ der Lebenshilfe Borken in Raesfeld, unterhalten. Auf meine Frage, was wir aus seiner Sicht noch tun müssen, um die Teilnahme am öffentlichen Leben zu verbessern, hat er mir seine Ideen mitgeteilt. Und schon nimmt man eine andere Perspektive ein und Ideen mit.

Es geht doch darum, die Menschen einzubeziehen. In den Austausch kommen, die Menschen mit und ihre Belange ernst zu nehmen. Wie ich bereits sagte, auf Augenhöhe und wertschätzend. Dann können wir gemeinsam gezielt Maßnahmen umsetzen. Auch die Einführung eines Bürgerbusses würde den Menschen mit Behinderung helfen, am öffentlichen Leben teilzunehmen, weil sie beispielsweise von Raesfeld nach Erle oder umgekehrt gefahren werden können, um die dort vorhandenen Angebote nutzen zu können. Die Verbesserung der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr trägt ebenfalls dazu bei“.


Johannes Ostermann

„Als Bürgermeisterkandidat der UWG Raesfeld ist es mir wichtig, dass Menschen mit Behinderung uneingeschränkt am öffentlichen Leben teilnehmen können, sowohl baulich als auch im Alltag. Barrierefreiheit soll bei allen Bauprojekten von Anfang an mitgedacht werden, egal ob öffentliche Gebäude, Wege oder Sportanlagen.

Wir wollen Betroffene direkt einbeziehen, damit ihre Erfahrungen in konkrete Maßnahmen einfließen. Barrierefreiheit heißt für uns nicht nur Rampen und Aufzüge, sondern auch Sensibilisierung im täglichen Miteinander, etwa durch Informationsaktionen in Vereinen und bei Veranstaltungen. Außerdem setzen wir uns dafür ein, Barrieren im Vereinsleben abzubauen und die Teilhabe an Sport- und Freizeitangeboten durch gezielte Unterstützung zu fördern“.


Andreas Erzkamp

„Mit einem Aktionsplan für barrierefreie Gebäude und Wege – und Projekten, die soziale Barrieren abbauen helfen“.


Jonathan Schmidt

„50.000 € jährlich sind ein Anfang, aber nach meiner Meinung nicht ausreichend. Jeder soll sich in Raesfeld sicher und selbstständig bewegen können – ohne holprige Wege oder unüberwindbare Hürden. Es muss geprüft werden, wie man beispielsweise eine Beförderung zu bestimmten Örtlichkeiten sicherstellen kann. Zum Drogeriemarkt, zum Dorfplatz oder zum Bürgerpark. Hier könnte ich vieles versprechen, jedoch muss dies auch im Einklang mit den Dienstleistern passieren. Ohne Fahrer, keine Beförderung. Das gehört zur Wahrheit dazu.

Ich werde aktiv mit den Altenheimen in das Gespräch gehen und gezielt mit den Betroffenen durch Raesfeld laufen, um Missstände im öffentlichen Raum aufzudecken und direkt selbst zu erleben. Wenn es sein muss, selbst mit Rollator oder im Rollstuhl. Jeder der noch gut zu Fuß ist, sollte darüber sehr dankbar sein“.


Weiter geht es mit der Frage 18: Was möchten Sie für alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene tun?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

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