Die St. Sebastian-Grundschule in Raesfeld hat bei der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung Münster ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Schulleiter Thomas Schlüter freut sich über die Bewertung. Er sieht darin eine Bestätigung der langjährigen Schulentwicklungsarbeit und zugleich einen Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.
Vom 9. bis 11. Februar 2026 nahm die Bezirksregierung Münster die Arbeit der St. Sebastian-Schule umfassend unter die Lupe. Analysiert wurden unter anderem der Unterricht, die Schulorganisation, die Führung, die Beratung, das Schulklima sowie die Schul und Unterrichtsentwicklung.
Zum Prüfverfahren gehörten 31 Unterrichtsbesuche. Dabei wurden nach Angaben der Schule jede Klasse und jede Lehrkraft mindestens einmal einbezogen. Zudem führten die Qualitätsprüfer Interviews mit insgesamt 42 Beteiligten. Dazu gehörten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, außerunterrichtliche Kräfte, Eltern sowie die Schulleitung. Auch schulische Dokumente aus den vergangenen zweieinhalb Jahren seien ausgewertet worden.
30 Kriterien umfassend und nachhaltig umgesetzt
In der Qualitätsanalyse wurden insgesamt 39 Qualitätskriterien betrachtet und bewertet. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Schule besonders positiv aus.
30 Qualitätskriterien seien als „umfassend und nachhaltig in der schulischen Praxis etabliert“ bewertet worden. Bei fünf Kriterien sei die Umsetzung gesichert. Vier weitere Kriterien hätten einen tragfähigen Entwicklungsstand erreicht.
In den beiden niedrigsten Bewertungsstufen habe es keine Einstufung gegeben. Demnach sei bei keinem Qualitätsmerkmal festgestellt worden, dass schulische Entwicklungsprozesse lediglich eingeleitet worden seien oder das Thema bislang noch nicht in den Blick genommen worden sei.
Die Beurteilungen würden nach Angaben der Schule die hohe Qualität der pädagogischen Arbeit, die Professionalität des Kollegiums sowie die verlässliche Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten widerspiegeln. Besonders die zahlreichen Bewertungen im Bereich „umfassend und nachhaltig“ würden bestätigen, dass die schulischen Konzepte nicht nur entwickelt, sondern langfristig wirksam und fest in der Schulentwicklung verankert seien.
Thomas Schlüter freut sich über die Bestätigung
Die Ergebnisse der Qualitätsanalyse stellte die Sebastianschule inzwischen auch den Eltern vor. Schulleiter Thomas Schlüter erklärte, dass eine gewisse Spannung vor einer solchen Bewertung dazugehöre.
„Man ist natürlich immer gespannt, wie so eine Qualitätsanalyse ausgeht. Sie ist aber auch das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses und spiegelt den Stand der schulischen Arbeit wider. Wir hatten schon geahnt, dass wir gute Arbeit machen. Das hat sich im Zuge dieser Qualitätsanalyse erfreulicherweise bestätigt.“
Das Ergebnis sei laut Schlüter kein Zufall, sondern Ausdruck kontinuierlicher Schulentwicklungsarbeit. Dazu beigetragen hätten engagierte Lehrkräfte, Schulbegleitungen und Erzieherinnen, motivierte Schülerinnen und Schüler, ein engagiertes Verwaltungsteam, der Förderverein sowie die unterstützende Mitwirkung der Eltern.
Für dieses vertrauensvolle Miteinander dankte der Schulleiter allen Beteiligten ausdrücklich. Gleichzeitig verstehe die Sebastianschule das Ergebnis als Ansporn, ihren erfolgreichen Weg konsequent weiterzugehen, Bewährtes zu sichern und neue Impulse für eine moderne, leistungsstarke und wertschätzende Schule zu setzen.
Entwicklungspotenziale bleiben im Blick
Neben den zahlreichen Stärken benannte die Qualitätsanalyse auch Bereiche, an denen die Sebastianschule weiterarbeiten könne.
Im Bereich „Lehren und Lernen“ wurde die Fertigstellung des Medienkonzeptes als Entwicklungspotenzial aufgeführt. Dazu gehörten unter anderem der Medienkompetenzrahmen, schulinterne Unterrichtsvorgaben sowie kreative und modifizierende Aufgabenformate.
Im Bereich der Schul und Unterrichtsentwicklung solle das Schulprogramm künftig noch stärker als zentrales und konkretes Steuerungsinstrument für die weitere Schulentwicklung dienen.
Diese Stärken bescheinigte die Qualitätsanalyse der Sebastianschule
Schulkultur
- Kultur des respektvollen und wertschätzenden Umgangs
- Verlässlichkeit und Orientierung durch gleichsinnige Handhabung von Regeln und Konsequenzen
- Wirksame Partizipationsmöglichkeiten für alle Beteiligten
- Systematische Elternberatung
- Umfassende Kooperationsstrukturen innerhalb der Schule und mit externen Partnern
- Abwechslungsreiches, lebendiges Schulleben
- Umfassende, vielfältige Bewegungs- und Sportangebote
- Durchdacht gestaltetes und gepflegtes Schulgebäude und Schulgelände
Lehren und Lernen
- Klassenführung
- Schülerorientierung
Kognitive Aktivierung
– Anspruchsvolle Aufgabenformate, die zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Lerninhalten herausfordern
– Hohe Lernmotivation
– Berücksichtigung von Vorwissen und Erfahrungshorizont der Kinder im Unterricht
- Sprachsensible Unterrichtsgestaltung
- Lernförderlicher Einsatz analoger und digitaler Medien
- Differenziertes und standortgerechtes außerunterrichtliches Angebot
- Systematisch angelegte Förderung personaler und sozialer Kompetenzen
- Gesicherte Umsetzung der schuleigenen Vorgaben, Vereinbarungen und Absprachen im Unterricht und bei der Leistungsbewertung
Schul- und Unterrichtsentwicklung
- Ausgeprägtes berufliches Selbstverständnis und Engagement aller Beteiligten
- Konstruktive multiprofessionelle Teamarbeit
- Strukturierte Vorgehensweise zur Steuerung schulischer Entwicklungsprozesse:
– partizipativ angelegt
– transparent
– nachhaltig
- Systematische Fortbildungsplanung und gelingender Transfer in den Unterricht
- Schulprogramm als Abbild der pädagogischen Grundorientierung und der vereinbarten organisatorischen Strukturen



























