Massenkarambolage auf der Autobahn A 31 bei Heek am Freitagabend:
Kreis Borken. – Stand der Meldung: 20.11.2011, 16 Uhr –
Die aufgrund der Massenkarambolage auf der Autobahn A 31 bei Heek noch in der Nacht zum Samstag von der Pressestelle des Kreises Borken eingerichtete „Personenauskunftsstelle“ wurde stark in Anspruch genommen. Weit über 100 Nachfragen waren dort zu bearbeiten. Dieses Fazit konnte Kreispressesprecher Karlheinz Gördes am Sonntagnachmittag ziehen.
Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag gab es zahlreiche telefonische Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger, die abklären wollten, ob Verwandte oder Freunde in den Unfall verwickelt waren. Die Hotline-Nummer hatte der Kreis zuvor über den Rundfunk und das Internet bekannt gegeben. Gegen drei Uhr nachts flaute das Interesse dann aber ab, so dass die „Personenauskunftsstelle“ ihre Tätigkeit einstellte. Am Samstagvormittag stieg die Zahl der Auskunftssuchenden bei der Kreisleitstelle für den Rettungsdienst aber so stark an, dass die „Personenauskunftsstelle“ erneut aktiviert wurde. Bis 14 Uhr war sie dann offiziell im Einsatz, worüber die Öffentlichkeit mittels Pressemitteilung unterrichtet wurde.
Anschließend wurde die Hotline-Nummer auf das Diensthandy des Pressesprechers umgeleitet, so dass am ganzen Wochenende weiterhin telefonische Nachfragen beantwortet werden konnten. Allein am Samstagnachmittag bis in die Abendstunden hinein habe es dann noch rund 40 Anrufe aus dem ganzen Bundesgebiet und aus Österreich gegeben, teilte Karlheinz Gördes mit. Selbst am Sonntag gab es weitere Nachfragen. In der Regel konnten den Anrufern die Sorgen genommen werden. Man habe dann regelrecht die Erleichterung der Anrufer gespürt, die sich zudem sehr dankbar für die Auskünfte gezeigt hätten, erläuterte Gördes.
Groß sei auch das Interesse verschiedener ausländischer Botschaften und Konsulate gewesen, sich im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht für eigene Staatsangehörigen bei der „Personenauskunftsstelle“ des Kreises Borken kundig zu machen, ob sich Landsleute unter den Unfallopfern befinden.
Der Kreis Borken hatte gerade vor 14 Tagen noch wieder den Einsatz seiner „Personenauskunftsstelle“ bei einer Übung geprobt. Dass es nun so schnell zu einem Echteinsatz kommen sollte, hätte keiner der Beteiligten erwartet, so Gördes. Fünf eigens alarmierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung waren in der Auskunftsstelle in der Nacht von Freitag auf Samstag tätig, am Samstagvormittag waren es dann vier. Sie nutzten für ihre Arbeit den EDV-Schulungsraum im Borkener Kreishaus, der – für solche Zwecke technisch vorbereitet – schnell zur „Personenauskunftsstelle“ umfunktioniert werden kann.



























