Die Gemüter sind erhitzt, denn das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind zulässig!

Beruhigende Worte gibt es derzeit von Kanzlerin Merkel. Es gehe ja schließlich nicht um die gesamte Fläche und die ganzen Autobesitzer in Deutschland, sondern nur um einzelne Städte“, betonte sie in einem TV-Interview.
Politiker der Partei Bündnis 90/Die Grünen wettern gegen die Kanzlerin und werfen ihr Versagen vor und sind der Meinung, dass es längst überfällig gewesen wäre, der Automobilindustrie klare Vorgaben zu machen und illegale Abschalteinrichtungen nicht zu akzeptieren.

Wer zahlt am Ende aber die Zeche? Der Autofahrer? Die Autohändler? Die sitzen bereits auf ihren Diesel-Autos fest.

Viele Pendler

Der Kreis Borken ist mit Blick auf die Luftverschmutzung und erhöhten Abgaswerten nicht betroffen, aber dennoch sieht Klaus Terhart, vom gleichnamigen Autohaus Fiat Terhart in Raesfeld, eine große Problematik, welche auf die Bewohner im ländlichen Raum zukommen wird. „Wir haben unheimlich viele Pendler, und die sind auf einem sparsamen Diesel angewiesen. Was ist mit den Autofahrern, die täglich zum Beispiel nach Münster fahren müssen? Sie können dann nicht plötzlich auf einen Benziner umsteigen, wenn in Münster die „blaue Plakette eingeführt wird“, sagt Klaus Terhart.

Foto: Pixabay

Im näheren Pendlerbereich wie Osnabrück, Essen, Gelsenkirchen, Dortmund und Düsseldorf werden Fahrverbote aufgrund der Überschreitungen der Grenzwerte festgelegt werden. So viel steht schon fest.

siehe hier: www.blaue-plakette.de

Dieselaufrüstung

Nicht nur, dass dann der Bürger für eine Neuanschaffung eines Benziners kräftig in die Tasche greifen muss, sondern auch die täglichen Fahrten übers Jahr gerechnet mit einem Benziner werden zwischen 1500 bis 2000 Euros mehr an Sprit kosten. „Und was noch hinzukommt, wir reden hier von absoluten Versagen der Politik und fast kriminellen Machenschaften der Industrie. Bei den Dieselautos muss, um die Bedingungen zu erfüllen, eine Dieselaufrüstung erfolgen. Wir haben auch keine andere Wahl“, ergänzt Terhart.

Dieses ist aber teuer. Deshalb will die Düsseldorfer Handwerkskammer, dass die Autoindustrie kostenlos Hardwarelösungen anbietet. Grund: Viele Handwerksbetriebe könnten sonst bei Fahrverboten pleitegehen.
Wer trägt aber die Verantwortung für die drohenden Fahrverbote? Wird die Autoindustrie für ihre luftverschmutzenden Dieselautos endlich haftbar gemacht? Oder zahlen am Ende wieder einmal die Autofahrer und die ortsansässigen Auto- und Handwerksbetriebe die Zeche?
„Wir können davon ausgehen, dass eine Hartware-Nachrüstung, wie beim Rußpartikel – Filter kommen wird“, ist sich Klaus Terhart sicher.

Welche Fahrzeuge sind berechtigt für die Blaue Plakette?

Benzin-PKW ohne Direkteinspritzung ab Euro 3
Benzin-PKW mit Direkteinspritzung ab Euro 6b
Elektro-Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor
CNG/LPG-Fahrzeuge als PKW, LKW und Busse ab Euro 3

Diesel-PKW und leichte Diesel-Nutzfahrzeuge, nachgerüstet mit DeNO2-Technik, sofern diese die NOx-Werte der Euro 6 einhalten
Diesel-LKW und Busse > 2,61 t, die ebenfalls mit nachgerüsteter DeNO2-Technik fahren und die NOx-Werte der Euro 6 einhalten.

Petra Bosse

 Kommentare auf Facebook zu diesem Thema:

…Wenn es zu Verboten kommt, zahle ich weiterhin KFZ-Steuer, darf aber nicht fahren? Für mich ein Grund für zivilen Ungehorsam. Ich werde weiter fahren.

Im März muss ich wieder KFZ Steuern zahlen für meine zwei Diesel. Werde auf jeden Fall Einspruch einlegen und wegen Betrug Anzeige erstatten. Sollte jeder Dieselfahrer machen.

Es ist an Ungerechtigkeit kaum zu überbieten. Die Feinstaubschleudern mit Benzin dürfen weiter fahren. Der Verursacher, die Regierung, die Parteien und die Hersteller wälzen ihre Schuld auf den Verbraucher ab, der nur den angebotenen Schrott, der Autoindustrie kaufen kann. Das ist wieder ein Verbrechen ans Deutsche Volk. Danke, ihr „Volksparteiein“ #CDU #CSU #SPD

…natürlich wäre das kein Problem für mich. Klar ist es mir möglich mir dann ein neues Auto anzuschaffen und gleichzeitig meinen alten Diesel weiter abzubezahlen der dann nicht fahren dürfte. Haben doch alle genug Geld …Warum fängt man immer bei dem kleinen Mann an? Sollen die doch Mal bei den Kreuzfahrtschiffen und bei den Oldtimer anfangen😡sicher ist das ein Problem,ich muß ja irgendwie zur Arbeit kommen.

Willkommen Städtesterben. Arbeitslosigkeit und und und.
Jetzt macht die Regierung sich noch mehr Probleme, statt mal eines zu lösen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here