Pass Möbelbau GmbH aus Raesfeld bewirbt sich um Ökoprofit-Siegel

Gütesiegel hilft Umweltschutz und Einsparungen zu verbinden

Die Pass Möbelbau GmbH aus Raesfeld will Umweltschutz und Kosteneinsparungen verbinden. Wie der Firma das gelingt, davon haben sich jetzt Bürgermeister Andreas Grotendorst, Franz-Josef Tenbensel von der Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen und Eckart Grundmann von der Effizienzagentur NRW ein Bild gemacht. Pass Möbelbau ist eines von 14 Pilotunternehmen im Kreis Borken, die sich am Projekt Ökoprofit beteiligen. Im September 2010 haben sich die Firmen auf den Weg gemacht. Wenn alles glatt läuft, erhalten sie am 23. September im Sportschloss Velen das Ökoprofit-Siegel.

Die Prüfungskommission zeigte sich beeindruckt von der modernen Fertigung bei Pass Möbelbau. Diese verbindet die Vorzüge computergesteuerter Anlagen mit handwerklicher Sorgfalt. Inhaber Andreas Pass hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinen Mitarbeitern nach Möglichkeiten gesucht, den Materialverbrauch zu senken und damit die Umwelt zu schonen und Kosten zu sparen.

Die Lösung ist eine neue Regalanlage, in der angeschnittene Holzstücke einsortiert werden. Bei neuen Aufträgen sind sie dann gleich griffbereit. Andreas Pass rechnet damit, dass er damit pro Jahr 50 Tonnen Material im Wert von 8 500 Euro einsparen kann. 1 500 Euro hat die Anlage gekostet. Auch angesichts dieser Maßnahme zieht der Tischlermeister nach knapp einem Jahr eine positive Bilanz des Projekts: „Umweltschutz war auch bislang schon eine wichtiges Thema für unser Unternehmen.“ In seinen bisherigen Anstrengungen sei das Unternehmen bestätigt worden. Beim Bau der Betriebsgebäude hatte Pass bereits großen Wert auf Energieeffizienz gelegt. Das zeigen unter anderem eine Luft-Wärme-Pumpe und hohe Dämmwerte. „Wir haben aber in diesem Jahr auch noch hinzu gelernt, gerade durch den Austausch mit anderen Unternehmen“, so Pass.

„Ökoprofit“ ist ein betriebliches Beratungs- und Zertifizierungsprogramm. Es fördert den Einsatz von integrierter Umwelttechnik und eignet sich vor allem für mittelständische Unternehmen. Umweltschutz um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr erwerben die Teilnehmer Wissen, analysieren ihre Betriebsabläufe, nutzen das Fachwissen der Berater und tauschen Erfahrungen aus. Umweltschutz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. „Damit gehen sie schon den ersten Schritt auf dem Weg zum Umweltmanagementsystem“, erklärt Hubert Grothues als Leitender Kreisbaudirektor.

„Ökoprofit“ wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Kreis Borken und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sind Träger der ersten Ökoprofit-Runde im Westmünsterland. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland und weiteren Volksbanken im Kreis.

Foto: Andreas Pass (2.v.l.) erläuterte Bürgermeister Andreas Grotendorst (r.), Franz-Josef Tenbensel von der IHK (l.) und Eckart Grundmann von der Effizienzagentur NRW die Ökoprofit-Maßnahmen seines Unternehmens.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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