StartGemeinde RaesfeldKircheNikolaus-Aktion für LKW-Fahrer: Bischof Genn und KAB-Mitglieder im Einsatz

Nikolaus-Aktion für LKW-Fahrer: Bischof Genn und KAB-Mitglieder im Einsatz

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Mit Adventsmusik wird das Verteilen der Nikolaus-Tüten auf dem Rastplatz Münsterland-Ost von den KAB-Mitgliedern begleitet. Foto: Bistum Münster

Überraschung auf dem Rastplatz: Geschenke für die LKW-Fahrer. Rund 1700 Tüten wurden von 26 KAB-Ortsgruppen gepackt und am zweiten Adventssonntag auf etwa 30 Rastplätzen verteilt.

Auf dem Rastplatz Münsterland-Ost erlebte der Berufskraftfahrer Hashan eine unerwartete Überraschung. Während eines Videotelefonats mit seiner Familie in Litauen, wurde er von Münsters Bischof Dr. Felix Genn und Mitgliedern der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) besucht. Sie überreichten ihm und anderen Fahrern eine Nikolaus-Tüte voller Geschenke, unter anderem mit Schokolade, Plätzchen und Mandarinen, Duschgel, Rasierzeug und Papiertaschentüchern. Eine Dankeskarte in 13 Sprachen war ebenfalls enthalten, die Freude der Fahrer war deutlich sichtbar.

Bischof Genn verteilt Nikolaustüten an LKW Fahrer
Foto: Bistum Münster

Aktion „Nikolaus im Fahrerhaus“: Dank und Forderung gerechter Bedingungen

Die stellvertretende Diözesanvorsitzende, Sigrid Audick, erläuterte die Idee der Aktion „Nikolaus im Fahrerhaus“. Ziel war es, den LKW-Fahrern für ihre Arbeit zu danken und gleichzeitig auf ihre Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.

1700 Tüten wurden von 26 KAB-Ortsgruppen gepackt

Rund 1700 Tüten wurden von 26 KAB-Ortsgruppen gepackt und am zweiten Adventssonntag auf etwa 30 Rastplätzen verteilt. Bischof Genn, der bereits beim Befüllen der Tüten half, beteiligte sich auch aktiv an der Verteilung und unterstützte damit die Forderung der KAB nach besseren Arbeitsbedingungen, vor allem für osteuropäische LKW-Fahrer.

Konkrete Einblicke und politisches Engagement

Bischof Genn gewann durch die Gespräche mit den Fahrern aus verschiedenen Ländern Einblicke in ihre Arbeitsbedingungen. Viele sind wochenlang von ihren Familien getrennt und leben unter beengten Verhältnissen. Die KAB setzt sich politisch für eine Verbesserung dieser Situation ein. Ihre Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit auf der gleichen Autobahn“ zielt darauf ab, dass Fahrer, die auf deutschen Autobahnen für deutsche Unternehmen fahren, auch die hier üblichen Arbeits- und Entlohnungsbedingungen erhalten sollten. Richard Kretschmann vom KAB-Stadtverband Münster betonte dies, bevor er sich mit anderen Mitgliedern auf den Weg machte, um weiteren Fahrern Dank auszusprechen.

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