65-Jähriger konnte am Schloss Raesfeld verhaftet werden

Pech für einen Betrüger, der sich in Raesfeld sicher fühlte

Einen  65-jähriger Betrüger nahm die Kripo am Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz vor der Schlossfreiheit fest.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hatte ihn per Haftbefehl gesucht. Wegen Betrugs war der Mann zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Die Polizei Linz (Rheinland-Pfalz) hatte vom Aufenthaltsort des Mannes in Raesfeld erfahren und ihre Kollegen in Borken informiert.

Foto: Detektei Mike-Leon Keller

Gute Zusammenarbeit

Dem 65-Jährigen war letztlich der Facebook-Kontakt zu einer Raesfelderin zum Verhängnis geworden. Ein Detektivbüro aus Bad Hönnigen (Landkreis Neuwied) war bei der Suche nach dem Betrüger auf diese neue Internet-Bekanntschaft gestoßen.

Der Detektiv hatten bereits seit einigen Wochen im Auftrag von zehn geschädigten Frauen gegen den Mann ermittelt. „Dadurch sind wir überhaupt erst auf den derzeitigen Aufenthaltsort des Mannes aufmerksam geworden“, erklärte Mike-Leon Keller von der gleichnamigen Detektei. Noch am gleichen Tag fuhr er von Bad Hönningen nach Raesfeld. Durch die gute Zusammenarbeit der Polizei Borken, der Facebook-Bekannten und der Detektei konnte der Mann abends in Handschellen abgeführt werden.

Geld abgenommen

„Wir sind froh, dass wir dadurch weitere Damen vor Betrug bewahren können“, sagte Keller. Seiner Auskunft nach soll der Mann Frauen angesprochen und ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufgebaut haben. Dann soll er sie dazu animiert haben, ihm Geld zu geben – zum Beispiel, um eine gemeinsame Flugreise zu buchen. Mit dem Geld für den Ticketkauf sei er aber dann verschwunden.

 Ohne festen Wohnsitz

Der Täter, ohne festen Wohnsitz, hatte sich laut Borkener Polizei in jüngster Zeit im Raum Raesfeld aufgehalten. So hatte er auch die Raesfelderin kennengelernt. Einquartiert hat sich der angeblich in München lebende Mann in Hamminkeln-Brünen für eine Woche.

Nach Auskunft der Linzer Polizei sind gegen ihn mehrere Betrugsverfahren anhängig. Bei seiner Festnahme stellte die Polizei etwa 500 Euro Bargeld sicher.

Laut Keller habe sich der 65-Jährige noch weitere Delikte zuschulden kommen lassen – neben dem so genannten Heiratsschwindel auch Unterschlagung und Diebstahl. Die Polizei stellte das Auto des Mannes sicher am Schloss Raesfeld. Er war ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Ermittlungen ergaben, dass er den Wagen einer Autovermietung unterschlagen hatte. PeBo

 

 

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