Der Münsterland e.V. erhält rund 892.500 Euro Fördermittel aus dem EFRE/JTF-Programm „Erlebnis.NRW“. Schloss Raesfeld profitiert von den Fördermitteln.
Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte den Bewilligungsbescheid am Montag in Münster. Mit dem Geld soll das Projekt „Dein Schloss-Erlebnis – digital, flexibel, innovativ!“ umgesetzt werden, das den Besuch von Burgen und Schlössern künftig digital erlebbar machen soll.
Digitale Führungen für Schlösser und Burgen
Mithilfe von künstlicher Intelligenz, Augmented Reality und spielerischen Elementen sollen künftig digitale Kurzführungen entstehen, die Reisenden im Münsterland ein neues Kulturerlebnis ermöglichen. Besuchende könnten ihre Führung künftig individuell gestalten – etwa nach Sprache, Interesse, Dauer und gewünschter Ansprache.
Der Start des Projekts ist an touristischen Highlights geplant, darunter Burg Vischering, Schloss Nordkirchen, Burg Hülshoff, Museum Abtei Liesborn und das Raesfelder Wasserschloss. Schrittweise soll das digitale Angebot auf weitere Burgen, Schlösser und Kultureinrichtungen in der Region ausgeweitet werden.
Ziel: Mehr Besucher für das Münsterland
Regierungspräsident Andreas Bothe betonte, dass das Münsterland mit seinem kulturellen Erbe eine besondere Bedeutung habe. „Mit diesem Projekt schaffen wir es, das kulturelle Erbe durch digitale Innovation neu zu erschließen – attraktiv für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Gerade auch Radtouristen werden so motiviert, nicht nur an den Schlössern vorbeizufahren, sondern ihre Türen zu öffnen und einzutreten“, sagte er bei der Übergabe des Förderbescheids.
Bedeutung für Tourismus und Kultur
Das Projekt verbindet Kulturerhalt, Tourismusförderung und Digitalisierung. Zudem sollen begleitende Marketingmaßnahmen die Region als Schlösser- und Burgenlandschaft stärker bekannt machen. Wie der Münsterland e.V. mitteilt, sind außerdem statistische Auswertungen geplant, um die Nutzung der Angebote zu analysieren und das Konzept künftig auf andere Einrichtungen übertragen zu können.
Finanzierung des Projekts
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 1,115 Millionen Euro. Davon werden 80 Prozent durch Mittel der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen getragen. Der Eigenanteil des Münsterland e.V. deckt den Rest der Projektkosten.



























