Mit Liebe und Leidenschaft

Tammuz-Klavierquartett gastiert am 24. Januar im Fürstensaal von Schloss Ahaus

Kreis Borken/Ahaus (pd). Ein Klavierquartett, das sich nach dem Gefährten einer Liebesgöttin benennt, muss mit besonderer Leidenschaft spielen. Davon überzeugen können sich Freunde klassischer Musik am Sonntag, 24. Januar, um 19.30 Uhr im Schloss Ahaus. Dort gastiert das Tammuz-Klavierquartett, das sich bei der Namensfindung in der babylonisch-assyrischen Mythologie bedient hat. Auf dem Programm stehen das Klavierquartett Es-Dur op. 16 von Ludwig van Beethoven, das Stück „Fogliame“ des zeitgenössischen Komponisten Anders Eliasson und das Klavierquartett A-Dur op. 26 von Johannes Brahms.
Für die Gattung Klavierquartett haben zahlreiche Komponisten Meisterwerke geschaffen. Neben dem Vorreiter in diesem Genre, Wolfgang Amadeus Mozart, komponierten auch berühmte Kollegen wie Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Anton Dvorak Literatur für einen Pianisten und drei Streicher. Um diesen Schatz zu heben, haben sich 2007 vier erstklassige und sehr erfahrene Kammermusiker und Solisten im Tammuz-Klavierquartett zusammengetan. Das Debütkonzert erfolgte auf renommiertem Podium: den Schwetzinger Festspielen. [spoiler] Das zweite folgte bald im Concertgebouw Amsterdam. Daniel Gaede (Violine), Volker Jacobsen (Viola), Gustav Rivinius (Violoncello) und Oliver Triendl (Klavier) widmen sich der Interpretation nicht nur mit großem Können, sondern auch mit Liebe und Leidenschaft.
Alle vier Musiker haben beste Ausbildungen genossen und sich auch als Solisten einen Namen gemacht. So war der Geiger Daniel Gaede von 1994 bis 2001 Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Trotz der vielfältigen Aufgaben mit den Wienern blieb er aber weiterhin als Solist und Kammermusiker aktiv. Seine Auftritte und die mit dem Pianisten Phillip Moll eingespielte Kreisler-CD erhielten so starke Resonanz, dass er das weltberühmte Orchester nach sieben Jahren wieder verließ, um sich noch intensiver seinen solistischen und kammermusikalischen Zielen zu widmen.
Der Bratschist Volker Jacobsen beschäftigte sich bereits früh intensiv mit der Kammermusik und wurde von seiner Arbeit mit Mitgliedern der Quartette Emerson String, Juilliard und Alban Berg geprägt. 1989 war er Gründungsmitglied des renommierten Artemis Quartetts, mit dem er eine mehrfach preisgekrönte Weltkarriere machte. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen entstammen dieser Zeit. 2007 entschied er, sich beruflich neu zu orientieren und ist heute Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Daneben ist er als Lehrer auf internationalen Meisterkursen und als Kammermusikpartner sehr gefragt.
Der Cellist Gustav Rivinius wurde als erster deutscher Musiker beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Seitdem führten ihn seine Konzerte zu renommierten Orchestern in der ganzen Welt. Auftritte bei internationalen Festivals, Kammermusikabende – auch als Mitglied des Trio de Salò – sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen ergänzen seine solistische Tätigkeit. Auch in Ahaus war Gustav Rivinius bereits einige Male zu Gast, erstmals 1992 gemeinsam mit seinem Bruder Paul. Heute unterrichtet Gustav Rivinius als Professor an der Musikhochschule Saarbrücken.
Der Pianist Oliver Triendl studierte u.a. bei Gerhard Oppitz und Oleg Maisenberg. Nachdem er bereits früh mit zahlreichen Preisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurde, entwickelte sich rasch eine umfangreiche Konzerttätigkeit, die ihn als Solist und Kammermusiker in zahlreiche europäische Länder, nach Nord- und Südamerika, Südafrika, Russland und nach Japan führte.
Karten für das Konzert mit dem Tammuz-Klavierquartett kosten für Erwachsene in der ersten Kategorie 15 Euro, für Schüler 8 Euro. In der zweiten Kategorie zahlen Erwachsene 13 Euro, Schüler 6,50 Euro. Kartenreservierungen sind beim Kreis Borken, Fachabteilung Kultur, möglich: telefonisch unter 02861 / 82 13 50, per Fax an 02861 / 82 13 65 und per E-Mail an [email protected] [/spoiler]