Meister Lampe, Mümmelmann, Langohr – So steht es um unseren Feldhasen – rund 3 Mio. gibt es in Deutschland

Er hat einen stromlinienförmigen Körper mit langen Hinterläufen, bernsteinfarbene Augen, erdbraunes Fell und ganz lange Ohren:

Klar, die Rede ist vom Hasen! Der spielt ja im Moment – so kurz vor Ostern – eine besonders wichtige Rolle bei den Kindern. Schließlich ist er dafür verantwortlich, dass die bunten Ostereier und all die leckere Schokolade pünktlich ausgeliefert und versteckt werden. Aber nicht nur die Kinder interessieren sich gerade stark für den niedlichen Mümmelmann: Auch die Experten haben die Hasen im Blick – jedes Jahr um diese Zeit werden in Deutschland nämlich die Feldhasen gezählt.

Unterschied zwisschen Hase und Kaninchen

Lange Ohren allein machen noch keinen Feldhasen, es könnte schließlich auch ein Kaninchen sein… Woran erkennt man wohl den Unterschied zwischen den beiden?

Feldhase
Feldhase (Lepus europaeus). Foto: Reinhard Siegel.

Der Biologe Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband bringt Licht ins Dunkel.

Mürrischer Einzelgänger

„Das Kaninchen lebt unter Tage hauptsächlich, in großen Bauanlagen. 40, 50, sogar 60 Tiere leben da zusammen. Der Hase ist eher ein mürrischer Einzelgänger, der über Tage lebt, der kann gar nicht graben. Und wenn man sich die Tiere anguckt, ist das Kaninchen nur halb so groß wie ein Hase und die Ohren sind auch nur halb so lang, wie bei einem Hasen.“

Europäisches Kaninchen
Europäisches Kaninchen. Fot: Pixabay

Und es gibt gute Nachrichten, nämlich:

„Dass auf den Feldern und Wiesen in Deutschland grob geschätzt etwa drei Millionen Hasen unterwegs sind. Das sind so 12 pro Quadratkilometer. Unterm Strich bleibt: Ostern ist gesichert.“

Apropos Ostern! Wie kam der Osterhase eigentlich zu seinem Job?

Dazu Torsten Reinwald: „Der Hase oder die Häsin können viermal im Jahr Junge bekommen – bis zu 20 insgesamt – ist also sehr fruchtbar. Und deswegen haben auch die Kelten den Hasen schon als Fruchtbarkeitssymbol gesehen. Im Frühjahr haben sie dann die Hasen tanzen gesehen auf der Wiese. Das waren keine Tänze in dem Sinne, sondern Revierkämpfe, Paarungskämpfe. Und als sie dann dahingegangen sind, unsere Vorfahren, haben sie gesehen, dass da überall Eier lagen. Das waren natürlich nicht die Eier von den Hasen, sondern von Wiesenbrütern, die vertrieben wurden vom Hasen. Und dementsprechend haben sich die Leute dann gedacht, dass der Osterhase die Eier bringt.“

Quelle: Deutscher Jadverband e. V.

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