Zu jeder Feier gehört Musik und Gesang. Ein Schützenfest ohne Kapelle, eine Hochzeit ohne Tanz, ein gemütliches Beisammensein ohne Lieder, welche an frühere Tage erinnern, sind keine Feste, keine Hochzeiten und kein gemeinsames Tun.

Die lokale Presse hat seit Gründung des Orgelbauvereins St. Martin mehrfach über den desolaten Zustand der Orgel in St. Martin zu Raesfeld berichtet. Mehr als 60.000 EUR wurden bislang für die Orgel durch Spenden zusammengetragen. Dies ist eine erfreuliche Summe aber noch weit entfernt von dem zu erwartenden Finanzbedarf. Es ist also zu befürchten, dass die Liturgie, eine weitere Feier, welche der Musik und des Gesangs bedarf, ohne Glanz an Festlichkeit einbüßen und ihren gewohnten Charakter verlieren könnte.

Projektchor für eine Orgel in Raesfeld (640x313)
Vor 130 Jahren wurde der Kirchenchor St. Martin gegründet. 1985 wurde ihm die Palestrina-Medaille für seinen 100-jährigen Einsatz durch den Allgemeinen Cäcilienverband verliehen. Die Palestrina-Medaille ist die höchste Auszeichnung für Kirchenchöre um die Verdienste in der Musica sacra.

Kriterien für die Verleihung der Palestrina-Medaille an die Kirchenchöre sind: Ein 100-jähriges ununterbrochenes Bestehen des Chores. Das Beherrschen einer vielseitigen Lied- und Musikauswahl über Jahre hinweg. Diese Ansprüche zu erfüllen bemühte sich der Kirchenchor St. Martin auch in den letzten 30 Jahren. Dabei leiden die musikalischen Möglichkeiten zunehmend durch die nachlassende Bereitschaft von Sängerinnen und Sängern an regelmäßigen Proben und Auftritten teilzunehmen. Dieses Phänomen ist aber nicht nur auf den Kirchenchor St. Martin beschränkt, es gilt auch für jeden anderen Chor und auch für andere Vereine.

In guter Erinnerung ist dem Kirchenchor St. Martin der Projektchor unter dem Motto: 150 Stimmen – 150 Jahre St. Martin geblieben. Es gelang mehr als 150 Stimmen für dieses Projekt in Raesfeld und Umgebung zu motivieren und eine festliche Liturgie zu gestalten. Einigen gefiel es so gut, dass sie auch heute noch im Kirchenchor aktiv mitsingen und mitgestalten.

Am Sonntag, 27. September möchte der Kirchenchor St. Martin wieder ein festliches Hochamt gestalten. Mit Menschen, die das Singen erstmalig ausprobieren wollen oder wieder beginnen möchten. Eingeladen sind auch besonders jene, die mit Begeisterung bei verschiedenen Anlässen singen, die Spaß haben mit anderen gemeinsam etwas Neues zu erlernen.

Die Leitung des Projektchores wird bei der Leiterin der Kirchenchores Ute Roß liegen, welche bereits wohlklingende und leicht eingängige Chorstücke ausgesucht hat. Der Projektchor endet mit der Gestaltung der Liturgie am 27.9. Zur Vorbereitung werden 6 – 7 Proben nötig sein, welche ab dem 13. August jeweils um 20 Uhr in der Kirche St. Martin stattfinden werden. Der Kirchenchor bitte um eine vorherige Anmeldung im Pfarrbüro St. Martin unter Tel.: 02865/7276 oder [email protected]

Nach dem feierlichen Hochamt wird für das leibliche Wohl auf dem Kirchplatz gesorgt werden. Dort können alle Sängerinnen und Sänger und auch die ganze Gemeinde den Vormittag gemütlich ausklingen lassen. Die Einnahmen aus der Verköstigung werden zum Bau der neuen Orgel verwendet

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