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Leserbrief: Neues aus Alt-Raesfeld – Vortrag wird wiederholt

Veröffentlicht am

Neues aus Alt-Raesfeld

Leserbrief zur Meldung auf der Raesfeld-Seite vom 04.11.2017

Am Samstagmorgen koche ich gemütlich meinen Kaffee und freue mich
auf die Lektüre der Borkener Zeitung.

Gewohnheitsmäßig schlage ich zunächst die Raesfeld-Seite auf und meine entspannte Stimmung ist auf einen Schlag dahin.

Ich lese, dass der Vortrag von Karl-Heinz Tünte „Neues aus Alt-Raesfeld“ wiederholt wird, da beim ersten Vortrag der Platz im Museum nicht für alle Besucher ausreichte.

Nun stresst mich keinesfalls, dass der Vortrag wiederholt wird und ich bin mir absolut sicher, dass Karl-Heinz Tünte das auch perfekt macht.

Aber ich hatte folgende Überlegungen:

1) Es gibt offensichtlich viele Raesfelder Bürger, die sich für das alte Raesfeld,
seine Gebäude und deren Geschichte interessieren. Hier lässt sich prima in Erinnerungen an die“ guten, alten Zeiten“ schwelgen.

2) Dieses alte Raesfeld gibt es nicht mehr. Warum setzen sich dann nicht mehr
Bürger dafür ein, dass zumindest die noch wenigen existenten
historischen Gebäude, wie zum Beispiel der Niewerther Hof (Aelkeshof)
in Raesfeld als Zeitzeugen erhalten bleiben?

3) Ist es nicht geradezu symbolisch für die Gemeinde Raesfeld, dass die
Ankündigung eines Vortrags über „Alt-Raesfeld“ begleitet wird von einem Foto, dass den Abriss von Tieglers Scheune in Raesfeld zeigen soll?

Ist es wirklich Wille der Gemeinde Raesfeld, gegen besseren Wissens und rechtlichen Möglichkeiten, alle historischen Gebäude abzureißen?

4) Karl-Heinz Tünte ist ja nicht irgendwer in Raesfeld, sondern ein verdienter,
honoriger Bürger und CDU-Fraktionsvorsitzender. Warum er und die dahinter stehende Partei sich nicht für den Erhalt der noch wenigen historischen
Gebäude in Raesfeld einsetzen, ist für mich ein Widerspruch in sich und absolut unverständlich.

Diese wenigen Gebäude machen die Attraktivität des Dorfkerns aus.
Wenn es diese Gebäude nicht mehr gibt, wird sich niemand mehr für den Ortskern Raesfelds interessieren, da er beliebig geworden ist. Als Anziehungspunkt bleibt lediglich das Schloss.

Wo bleibt hier die Reaktion von Ortsmarketing, Heimatverein und
Werbegemeinschaft? Es ist doch Euer Auftrag, das Dorf attraktiv zu gestalten
und zu erhalten.

So waren meine Überlegungen. Seit ich in der Bürgerinitiative „Rettet Aelkes“ mitarbeite, wurden viele Gespräche mit den betreffenden Parteien geführt.

Obwohl alle Parteien unverbindlich in ihrer Stellungnahme blieben, habe ich nach wie vor die Hoffnung, etwas zum Erhalt des Gebäudes beitragen zu können. Dazu braucht es aber weiterer klarer Bekenntnisse zum Erhalt des Gebäudes. Wer schweigt, stimmt letztendlich für den Abriss.

Sie haben auch eine Meinung? Dann schicken Sie uns Ihren Leserbrief an [email protected]

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