Landwirte stellen sich ihrer Verantwortung

Gewässerverunreinigungen: Kreisverband setzt auf Kooperation in Ursachenanalyse und -behebung
Die Landwirtschaft im Kreis Borken stellt sich ihrer Verantwortung für den Schutz der Oberflächengewässer. Dies betont Ludger Schulze Beiering (Weseke) und gibt hierzu als Vorsitzender für den Landwirtschaftlichen Kreisverband Borken folgende Erklärung ab:

Sorgsamer Umgang mit der Ressource Wasser ist fester Bestandteil bäuerlichen Denkens

Gewässer kreis Borken „Ja, wir müssen feststellen, dass es in letzter Zeit an verschiedenen Stellen im Kreis Borken zu Einträgen in Fließgewässer mit negativen Folgen für deren biologischen und chemischen Zustand gekommen ist, deren Ursprung zu einem großen Teil in der Landwirtschaft liegt.
Wo dies der Fall ist, bedauern wir dies zutiefst. Ein sorgsamer Umgang mit der Ressource Wasser ist fester Bestandteil bäuerlichen Denkens und Selbstverständnisses. An den Stellen, wo es in diesem Zusammenhang Probleme gibt, nehmen wir diese sehr ernst. Dieser Verantwortung stellen wir uns seit langem mit vielfältigen Anstrengungen, etwa in der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie oder über eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Wasser- und Bodenverbänden.
Auch jetzt sehen wir uns zu den massiv aufgetretenen unzulässigen Einleitungen in der Pflicht, unsere Mitglieder für diese Problematik zu sensibilisieren. Dies haben wir in den zurückliegenden Wochen in Versammlungen unserer Landwirtschaftlichen Ortsverbände, über außerordentliche Anschreiben und aktive persönliche Ansprache von Einzelbetroffenen getan. Hierzu haben wir immer wieder auch persönlich vorgetragene Hinweise lokaler Fischereivertreter aufgenommen und sind diesen nachgegangen. Tatsächlich ergreifen Betriebe nach erfolgter Beratung auch Maßnahmen, um mögliche Einleitungsquellen abzustellen. Hierbei zeigt sich, dass Lösungen häufig nur betriebsindividuell zu finden sind.

Problemanalyse und Lösungsfindung

Wir sehen es auch weiterhin als unsere wichtigste Aufgabe an, betroffene Betriebe darin zu unterstützen, dass es zukünftig nicht mehr zu Einleitungen dieser Art kommt. Wir sehen die Lösung für diese Problematik aber nicht allein als Herausforderung für uns als Landwirtschaft. Zur Problemanalyse und Lösungsfindung sind wir auf die Unterstützung aller betroffenen Akteure angewiesen, sowohl von Politik und fachlich zuständigen Behörden, als auch von Wissenschaft und Wirtschaft und nicht zuletzt der vielen ehrenamtlichen tätigen Menschen in Fischerei-, sowie Wasser- und Bodenverbänden.
Wir fordern in der aktuellen Situation aber auch Fairness und Respekt ein. Die Ursachen für die Verunreinigungen sind nicht nur in der Landwirtschaft zu suchen. Sofern es aber zu schuldhaftem Fehlverhalten in der Landwirtschaft gekommen ist, werden die jeweiligen Betriebe dafür im Einzelnen gerade stehen müssen. Wogegen wir als bäuerliche Interessenvertretung allerdings entschiedenen Einspruch erheben, ist eine Kriminalisierung unserer Landwirtschaft insgesamt. Bislang hören wir von 40 Fällen im Kreis Borken, bei denen im Umfeld landwirtschaftlicher Betriebe Verunreinigungen gemeldet wurden. Im Kreis Borken gibt es aber über 2000 Betriebe, die zur Versorgung von Tieren oder Biogasanlagen Mais silieren und lagern. Die große Mehrheit unserer Betriebe arbeitet nach wie vor gewissenhaft und gut mit der Natur.“
Pressekontakt

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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