Land schafft Verbindung stellt Strafanzeige gegen Umweltministerin Svenja Schulze und BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel

Am 19. Mai 2020 wurde bei der Bundespessekonferenz von Umweltministerin Svenja Schulze und BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel der Bericht zur Lage der Natur 2020 vorgestellt. Ministerin Schulze macht für die dramatische Lage besonders die Landwirte dafür verantwortlich.

Der Natur in Deutschland geht es insgesamt nicht gut genug. Das geht aus dem „Bericht zur Lage der Natur“ hervor, den Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, am 19. Mai in Berlin vorstellten.

Rückgang bei Vogelarten in der Agrarlandschaft

Im Vordergrund des Berichtes standen nicht nur Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Wasserqualität und der Hochwasserschutz. Laut Schulze zeige sich besonders dort, wo Lebensräume intensiv bewirtschaftet werden, dass sich der Zustand der Arten weiter verschlechtert hat. Als Beispiel führt die Umweltministerin Schulze den Rückgang bei vielen Insektenarten und den besonders dramatischen Rückgang bei Vogelarten in der Agrarlandschaft auf.

Erste Schritte mit Düngerecht

Schulze: „Auf vielen Wiesen und Weiden wird so viel gedüngt und so oft gemäht, dass sie für die Natur immer wertloser werden. Hier ist eine Trendwende dringend nötig. Erste Schritte haben wir bereits getan mit dem neuen Düngerecht und dem Aktionsprogramm Insektenschutz.“ Schulze kündigte an, als nächsten Schritt ein Insektenschutzgesetz auf den Weg zu bringen, das unter anderem artenreiches Grünland und Streuobstwiesen besser schützt.

Dieser Trend setze sich laut BfN-Präsidentin Jessel seit dem ersten nationalen FFH-Bericht im Jahr 2001 ungebrochen fort. Mehr als die Hälfte aller FFH-Grünland-Lebensraumtypen befinde sich, so Jessel, in Deutschland in einem ungünstig-schlechten Erhaltungszustand.

Nun hat „Land schafft Verbindung“ eine Strafanzeige gegen Svenja Schulze Prof. Dr. Beate Jessel gestellt. Der Grund: Dieses sei eine Lüge und Difffamierung eines ganzen Berufsstandes.

Diffamierende Äusserungen

Dazu schreibt der Arbeitskreis „Land schafft Verbindung“: Sämtliche Medien haben, so öffentlichkeitswirksam die diffamierenden Äusserungen geteilt, dass alleine die konventionelle Landwirtschaft, die in den letzen Wochen während der Corona-Krise noch als systemrelevant bezeichnet wurde, alleinig für den angeblichen schlechten Zustand unserer Natur verantwortlich gemacht wird.

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