Marion Katzbrowski aus Raesfeld nahm zum ersten Mal an der Kunstroute als selbstständige Handwerksmeisterin teil

Im Rahmen der 47. Kunstroute am Wochenende öffneten engagierte Kunstschaffende ihre Ateliers und Ausstellungsräume in Bottrop, Dorsten, Gladbeck und Raesfeld.

RAESFELD. „Kunst mit Herz und Seele“, so beschreibt die Künstlerin Marion Katzbrowski ihre Bilder und Skulpturen. Die 66-jährige Modistenmeisterin, gebürtig in Essen, nahm zum ersten Mal an der „Kunstroute 2018“ teil. Sie öffnete für kunstinteressierte Gäste am Samstag und Sonntag ihr Atelier in Raesfeld an der Truvenne.

Kunstroute-Marion Katzbrowski mit Skulptur Engel als Hoffnung

Modistin oder Putzmacherin

In ihrer Ausstellung präsentierte die Malerin allerdings nur einen Teil, sprich 47 unterschiedliche Werke von insgesamt 86, aus ihrer Künstlerwerkstatt. „Leider habe ich nicht mehr Platz, alle Bilder hier aufzuhängen“, sagte die Raesfelderin und lacht.
Seit zehn Jahren lebt Marion Katzbrowski in Raesfeld und ist selbstständige Handwerksmeisterin. Seit über 20 Jahren beschäftig sie sich mit der Malerei, aber so richtig angefangen zu Malen habe sie erst vor zehn Jahren. „Als , ist es mir natürlich gegeben, dass ich auch gestalterisch tätig bin.

Kunstroute-Marion Katzbrowski mit Besuchern vor einem ihrer Bilder und Skulptur

Bilder mit Seele

Die Malerei war aber eigentlich immer ein Traum von mir“, erzählt sie. Und wenn sie male, so Katzbrowski, dann versuche sie das, was sie sich vorstellt, in Öl und Acryl auf die Leinwand zu bringen. „Was ich denke und alles, was ich um mich herum sehe, versuche ich, mit Farbe umzusetzen. Ich habe in jedem meiner Bilder meine Seele“.
Besonders sozialkritische Themen, sei es die Ausrottung der Natur oder das aktuelle Vogelsterben, wie das Bild eines in einem Netz gefangen Kernbeißer zeigt, setzt die Raesfelderin in ausdrucksstarken Farben um.

Schutzengel und Tonfiguren

Neben einem Gemälde, in einem kräftigen Rot an der Wand, inspiriert durch Höhlenmalereien, findet der Betrachter verschiedene tanzende Engel, Schutzengel, im Garten und in ihrem Atelier. „Schutzengel begleiten mich immer“, erklärt die Malerin ihre Engelserie in verschiedenen Farbn

uancen. Weit weg von Engel und Natur sind die Bilder, die in letzter Zeit entstanden sind. Sie sind angelehnt an Grimms Märchen wie Rapunzel, der Froschkönig und Aschenputtel.

Skulptur
Teufel als Zeitgeist

Die Handwerksmeisterin und Malerin ist, wie sie selber von sich behauptet, sehr experimentierfreudig und wechselt, wenn es sein muss, auch schon mal bei der Schaffung einer Skulptur gerne vom Zeichenpinsel zur Flex. Wie bei ihren Tonfiguren „der Teufel als Zeitgeist“ und „der Engel als Hoffnung“ mit Lochstahlblech. Petra Bosse

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