Die Kommunalwahl 2025 hat Raesfeld bewegt. Vier Kandidaten warben um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Erst am späten Sonntagabend stand fest, dass Dirk Kuhmann (CDU) ohne Stichwahl das Amt des Bürgermeisters übernimmt.
Ein Ausgang, der einige doch erstaunte, da bis zuletzt eine zweite Runde, also eine Stichwahl zwischen Kuhmann und Ostermann oder Schmidt, im Raum stand.
Ein Wahlkampf von Sachlichkeit geprägt
Der Wahlkampf verlief größtenteils fair. Natürlich gab es das übliche politische Gerangel, doch persönliche Angriffe spielten kaum eine Rolle. Auch der Versuch, mit anonym gestreuter Hetze und erfundenen Behauptungen das Vertrauen der Bürger zu untergraben, scheiterte. Parteien und Kandidaten rückten in diesem besonderen Fall enger zusammen und machten deutlich, dass sie geschlossener gegen Spaltung auftreten als erwartet.
Entscheidend waren am Ende die unterschiedlichen Ideen und die Fähigkeit, die Bürgerinnen und Bürger von den eigenen Positionen zu überzeugen.
Stärke der CDU und neue Akzente im Rat
Mit 52 Prozent der Stimmen stellt die CDU nicht nur den Bürgermeister, sondern erlangt auch die absolute Mehrheit im Rat zurück. 15 Sitze, sämtliche Direktmandate und ein gestärktes Auftreten geben den Christdemokraten Rückenwind.
Auf Platz zwei folgt der parteilose Jonathan Schmidt mit rund 20 Prozent, gefolgt von Johannes Ostermann (UWG) mit 15 Prozent und Andreas Erzkamp (SPD) mit acht Prozent.
Auch die Zusammensetzung des Rates verschiebt sich: Die UWG gewinnt hinzu, während Grüne und SPD jeweils einen Sitz verlieren. Die FDP behauptet ihre zwei Mandate. Neu vertreten ist die Linke, die erstmals mit einem Sitz ins Gremium einzieht und zusätzliche Akzente setzen kann.
Erwartungen an die kommenden Jahre
Zentrales Thema im Wahlkampf war die Transparenz der Verwaltung. Alle Bewerber sagten zu, die Öffentlichkeit stärker einzubeziehen und Entwicklungen nachvollziehbarer darzustellen. Ob diese Zusagen eingelöst werden, entscheidet sich nun im Zusammenspiel von Bürgermeister und Rat.
Die Wählerinnen und Wähler haben mit ihrem Votum Vertrauen in Beständigkeit und Gestaltungsfähigkeit signalisiert. Aufgabe aller Gewählten ist es nun, dieses Vertrauen durch klare Beschlüsse, nachvollziehbare Prozesse und eine Politik einzulösen, die die Menschen in Raesfeld ernst nimmt.



























