Raesfeld im Dauereinsatz: Vom Kappes zum Karneval
Einmal im Monat meldet sich Raesfelds Karla Kolumna zu Wort. Mit spitzer Beobachtung, einem Schuss Humor und viel Liebe zum Dorfleben.
Neuer Bürgermeister, neuer Rat, neue Ausschüsse, und trotzdem keine Spur von Stillstand. In Raesfeld reiht sich ein Termin an den nächsten. Kaum ist der Kappesmarkt vorbei, geht es Schlag auf Schlag. Laternen, Karneval, Ratsarbeit, Nikolaus und Adventsmarkt füllen den Kalender. Wer hier auf Ruhe hofft, sucht vergeblich, oder einen Parkplatz.
Von Laternen zu Luftschlangen
Die letzten Kohlköpfe sind verkauft, da ziehen schon die Kinder mit Laternen durch die Straßen. Kaum ist St. Martin vorüber, starten die Karnevalisten in die neue Session. In Raesfeld gilt offenbar: Nach dem Umzug ist vor dem Umzug.
Zwischen Weckmännern und Konfetti verschwimmt der Kalender. Kaum ist die Martinslaterne weggeräumt, hängt schon die erste Girlande.
Einmal ernst, bitte
Zwischen Feiern und Festumzügen bleibt kurz Zeit für Politik. Der Rat befasst sich mit dem Haushalt 2025 und plant erneut ohne neue Schulden. Während andere Städte nach Fördergeldern und Brotkrumen suchen, rechnet man in Raesfeld vergleichsweise gelassen. Zumindest auf dem Papier bleibt die Gemeinde solide, auch wenn draußen längst wieder die nächste Veranstaltung vorbereitet wird.
Nikolaus und Parkplatznot
Und dann kommt er: der Nikolaus. Mit Musik und vielen Kindern im Schlepptau. Während er durch die Straßen zieht, stehen Autofahrer ratlos am Straßenrand. Besucher drehen lieber noch eine Runde durchs Dorf, in der Hoffnung, dass irgendwo ein Auto aus der Lücke rollt. Wer doch einen Platz ergattert, kann sich glücklich schätzen, bis der Adventsmarkt am Schloss beginnt. Dann ist die Freude schnell zugeparkt.
Nicht zu vergessen: der Adventsmarkt selbst. Einer der schönsten weit und breit, sagen viele, und das stimmt. Nur bleibt die Frage: Wo bitte parken all die Menschen?
Advent, Advent – der Kalender brennt
Zwischen Glühwein, Tannenduft und Musik zeigt Raesfeld, dass es ohne Pause besser läuft. Kaum ist eine Veranstaltung vorbei, kündigt sich die nächste an. Ruhe gibt es hier nicht, höchstens kurz an der roten Ampel.
Für Journalistinnen und Journalisten bietet Raesfeld damit reichlich Stoff, manchmal fast zu viel. Denn wer hier über das Dorfleben berichtet, steht selbst im Dauereinsatz.
Karla Kolumna lässt grüßen
Petra Bosse alias Raesfelds „Karla Kolumna“ beobachtet das Dorfleben mit wachem Blick und trockenem Humor. Ob Markt, Ratssitzung oder Schützenfest, sie ist dort, wo etwas passiert, und notiert, was Raesfeld bewegt. Ihre Texte zeigen das Alltägliche zwischen Schloss und Schulhof, mit einem Augenzwinkern und ohne Schnörkel.



























