Johannes Röring: „KiTas haben die Krise sehr gut gemeistert.“

Vredener CDU-Bundestagsabgeordneter zu Besuch bei der Kita-Verbundleitung in Raesfeld-Erle Raesfeld-Erle

Raesfeld (pd). Der Vredener CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Röring war am Dienstagmorgen für ein Gespräch mit der Verbundleitung der Kindertagesstätten der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Raesfeld, Ursula Kuhlmann nach Erle gekommen.

Johannes-Röring-CDU-Kita-Raesfeld
v. l.: Dr. med. Sarah Gößling mit Charlotte, CDU Bürgermeisterkandidat Martin Tesing, Ratskandidat Arno Brömmel, Verbundleitung Ursula Kuhlmann, Johannes Röring MdB. Foto: Presse CDU

Gemeinsam mit dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Martin Tesing, dem Ratskandidaten Arno Brömmel und der CDU-Vorsitzenden Sarah Gößling haben sie sich auf Initiative des Bundestagsabgeordneten über den „Alltag“ im Kindergarten besonders während des Corona-Lockdowns unterhalten.

Gern hätten sich die Gesprächsteilnehmer vor Ort in einer Einrichtung ein Bild gemacht, die Sicherheitsvorkehrungen ließen dies jedoch noch nicht zu. So hat sich die Runde auf Abstand zum Gespräch im Silvesterhaus getroffen. Doch wie ist es den Kindern, Erzieherinnen und Erziehern und den Eltern ergangen?

Eine Herausforderung

„Die Zeit war für alle herausfordernd“, fasst Ursula Kuhlmann zusammen. Wenn alle zwei Wochen Freitagnachmittags aktualisierte Handreichungen erschienen, gab es nur wenig Zeit zum Handeln. Am darauffolgenden Montag mussten die fünf Einrichtungen in Raesfeld, Erle und Rhedebrügge, für die sie verantwortlich ist, für die Umsetzung der neuen Richtlinien gewappnet sein.

Dass die Kindergärten schließen werden, hatte Kuhlmann schon früh im Gespür. So kam es während des Lockdowns dann auch: Alle 19 Gruppen blieben zu Hause. Von den insgesamt 390 Kindern konnten circa 15 vor Ort durch die jeweilige Leitung und eine Mitarbeiterin betreut werden. „In Rhedebrügge gab es in den ersten vier Wochen sogar gar keinen Betreuungsbedarf. Als weitere Berufe als systemrelevant eingestuft wurden, waren es circa zehn Kinder pro Einrichtung“, erklärt Ursula Kuhlmann.

Besonders stolz erwähnt sie an dieser Stelle ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ebenso an die ungewöhnliche Situation angepasst haben. Mit Bastel- und Spielvorschlägen, Geschichten, persönlichen Briefen und Anrufen hielten sie Kontakt zu den Kindern und Eltern.

Dass die Maßnahmen sehr gut bei den Familien ankamen, bestätigt auch die Raesfelder CDU-Vorsitzende Sarah Gößling. „Wenn unser Sohn neue Aufgaben aus dem Kindergarten nach Hause bekam, genauso wie die großen Schwestern aus der Schule, dann war das schon schön. Wir fühlten uns nicht allein gelassen.“

Auch Johannes Röring lobt den kreativen Einfallsreichtum. Seit dem 08. Juni gilt für Kindergärten und Kindertagesstätten wieder der eingeschränkte Regelbetrieb. Aktuell fehlen nur noch zwei Mitarbeiterinnen, dann ist das 60-köpfige Team wieder komplett. Auch manche Kinder sind weiterhin zu Hause, was aber besonders zu Ferienzeiten normal ist.

Linien und Pfeile

Insgesamt seien alle Beteiligten sehr verständnisvoll. Besonders die Eltern, die nun eingeschränkte Bring- und Abholzeiten haben und auch die Einrichtungen derzeit nicht betreten dürfen. Linien und Pfeile kennzeichnen Wege und Laufrichtungen, Punkte auf dem Boden zeigen Abstände an. Auch die Außenbereiche wurden so voneinander abgeteilt, dass sich die Gruppen nicht vermischen.

In der einen Woche gehört das Klettergerüst der einen Gruppe, der Sandkasten zur anderen. Danach wird getauscht, so ist das Prinzip. „Es ist schon manches Mal schwer, aber ich hoffe, wir bleiben wie bisher alle gesund. Das ist mein großer Wunsch“, so Kuhlmann.

Finanzielle Entlastung für Eltern

Für die Eltern gab es zur höchsten Krisenzeit auch finanzielle Entlastung. Die Gebühren der Monate April und Mai wurden vom Land übernommen, in den Monaten Juni und Juli teilen sich der Kreis und die Gemeinde Raesfeld die Gebühren. Grundsätzlich ist Ursula Kuhlmann mit der Arbeit von Bund, Land, Kreis und Gemeinde sowie auch vom Bistum sehr zufrieden. „Der Informationsfluss ist hervorragend“, ergänzt sie.

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Röring betont, wie gut unsere Region und Deutschland insgesamt die Corona-Krise bisher überstanden hat. „In den vielen Einrichtungen im gesamten Kreis Borken wurde in den vergangenen Wochen und Monate sehr gute Arbeit geleistet. Bei den Erzieherinnen und Erziehern war in dieser schwierigen Zeit viel Engagement und Kreativität gefragt. Auch die Eltern haben durch ihr vorbildliches Verhalten einiges zum Gelingen beigetragen. Das stimmt mich optimistisch für die nächste Zeit, bis wir die Krise gemeistert haben“ unterstreicht Röring.

Vorheriger ArtikelAlleinerziehend? NRW hilft schnell und unbürokratisch
Nächster ArtikelDuales Studium – Polizeikommissar/ Polizeikommissarin
avatar
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here