StartGemeinde RaesfeldIrrtümer beim Stromsparen: Was wirklich hilft und was nicht

Irrtümer beim Stromsparen: Was wirklich hilft und was nicht

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Verbraucherzentrale NRW klärt über gängige Stromsparmythen auf

Immer mehr Haushalte suchen nach Wegen, ihre Stromkosten zu senken. Doch viele vermeintlich bewährte Spartipps entpuppen sich als Irrtum oder haben sogar den gegenteiligen Effekt. Laut Ruth Pettenpohl von der Beratungsstelle Dorsten der Verbraucherzentrale NRW sei es wichtig, das eigene Verhalten regelmäßig zu prüfen und sich gut zu informieren. Nur so lasse sich erkennen, welche Maßnahmen im Alltag tatsächlich Energie sparen.

Irrtum 1: Licht an- und ausschalten verbraucht mehr Strom als Dauerbeleuchtung

Falsch. Das gilt weder für moderne LED- noch für Halogenlampen. Leuchtmittel, die ausgeschaltet sind, verbrauchen grundsätzlich weniger Energie als eingeschaltete. Wer also beim Verlassen eines Raumes das Licht ausschaltet, spart Strom und Geld. Der Mythos stammt noch aus Zeiten der Kompaktleuchtstofflampen, bei denen häufiges Schalten den Verbrauch und Verschleiß erhöhte.

Irrtum 2: Ladegeräte ohne Gerät verbrauchen keinen Strom

Auch das stimmt nicht. Zwar ist der Verbrauch einzelner Ladegeräte im Leerlauf gering, doch summiert sich der Energiebedarf, wenn mehrere dauerhaft in der Steckdose bleiben. Nach Angaben der Verbraucherzentrale empfiehlt es sich, Netzteile nach Gebrauch zu entfernen oder abschaltbare Steckdosenleisten zu verwenden. Damit lassen sich mehrere Geräte auf einmal vom Stromnetz trennen.

Irrtum 3: Standby-Modus kostet nichts

Falsch. Geräte wie Fernseher, Spielkonsole oder Musikanlage verbrauchen auch im Standby-Betrieb Energie. Eine abschaltbare Steckdosenleiste hilft, diesen Verbrauch zu vermeiden. Beim Router, der rund um die Uhr aktiv ist, könne man laut Verbraucherzentrale den Stromsparmodus aktivieren. Der jährliche Stromverbrauch eines Routers entspreche etwa dem eines Kühlschranks. Durch zeitgesteuertes Abschalten lasse sich dieser deutlich reduzieren.

Irrtum 4: Backofen muss immer vorgeheizt werden

In den meisten Fällen überflüssig. Nur bei wenigen Gerichten, etwa Blätterteig, ist eine hohe Anfangstemperatur entscheidend. Wer auf das Vorheizen verzichtet, spart Energie und Zeit. Zudem lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung des Geräts: Dort finden sich meist Hinweise zum energiesparenden Backen.

Irrtum 5: Eco-Programme verbrauchen mehr Strom

Falsch und ein häufiger Irrglaube. Wasch- und Spülmaschinen im Eco-Modus benötigen zwar mehr Zeit, verbrauchen aber weniger Energie. Der Grund: Das Wasser wird weniger stark erhitzt, die längere Laufzeit dient dem Einweichen und der mechanischen Reinigung. Dadurch sinkt der Stromverbrauch deutlich, ohne dass das Reinigungsergebnis darunter leidet.

Irrtum 6: Tiefkühltruhe kühlt besser bei minus 20 Grad

Nein. Eine Temperatur von minus 18 Grad reicht aus, um Lebensmittel sicher zu lagern. Niedrigere Werte erhöhen nur den Energieverbrauch. Wichtig ist, die Tür der Gefriertruhe möglichst kurz zu öffnen und das Gerät regelmäßig abzutauen. So bleibt die Kühlleistung konstant und der Stromverbrauch gering.

Weitere Informationen

Ausführliche Tipps zum Thema Stromsparen gibt es online unter:
👉 Strom sparen im Haushalt – Verbraucherzentrale NRW

Aktuelle Veranstaltungen rund um Energie und Nachhaltigkeit:
👉 www.verbraucherzentrale.nrw/e-veranstaltungen

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