Kreis Steinfurt/Kreis Borken (pd). Zu den jetzt bekannt gewordenen Plänen der Bundesregierung Atommüll aus dem Zwischenlager Ahaus in drei Castor-Transporten nach Russland zu transportieren, erklärt die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer:
Die Planungen der Atomtransporte von Ahaus in das russische Majak/Ural zeigen erneut die gesamte Verantwortungslosigkeit der Atompolitik der schwarz-gelben Regierung. In Ermangelung eines sicheren Endlagers werden die strahlenden Hinterlassenschaften des Forschungsreaktors Rossendorf nach Russland entsorgt. Diese Politik nach dem Motto „Aus den Augen aus dem Sinn“ ist in höchstem Maße verantwortungslos. Denn was in Russland mit den Brennelementen nach der Nutzung im dortigen Atomkomplex letztendlich geschehen wird, ist und bleibt völlig unklar. Die Probleme werden exportiert – mit unkalkulierbaren Kosten für die Umwelt. Kalkulierbar hingegen ist die Größenordnung der Kosten für die Castor-Transporte. Um deren Sicherheit zu gewährleisten, werden alle Bundesländer, die den Atomtransport absichern müssen – also auch das Land NRW- viele Millionen Euro bezahlen müssen. Die verträglichste Lösung wäre es daher, die 2005 getroffene Vereinbarung einzuhalten, den Atommüll in Ahaus zu belassen, bis ein Endlager auf deutschem Boden gefunden worden ist. Nur so kann die Zahl der teuren Castortransporte minimiert und unserer politischen Verantwortung für die Atomenergienutzung in angemessener Weise Rechnung getragen werden. Dazu gehört unbedingt auch die Suche nach einem besser geeigneten Alternativstandort für das Atommülllager in Gorleben, z.B. in Süddeutschland.
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