„Sag mal Dirk, kann man mit diesem Ding auch telefonieren? Ich will dir nämlich mal was erzählen“.
„Nee, ich habe die Schnurr und den Anschlussstecker zu Hause vergessen. Sag es mir doch einfach so!“
Hierzulande wurden Handys nach dem digitalen GSM-Standard 1993 verfügbar.
Der Name „Handy“ ist übrigens, so englisch er auch klingt, eine rein deutsche Errungenschaft. Im englischen Sprachraum heißt das Handy „Mobile“ oder „Cellphone“. Später hieß es auch nach der sprachlichen Weiterentwicklung sogar „Porty“.
In den Anfängen waren nicht nur die Tarife hoch, sondern auch die Geräte sehr teuer. Das Ericsson GH 197 zählte damals zu den besten Geräten und kostete 4000 DM. Auf die Idee zukommen, Handys mit einem Mobilfunkvertrag billiger oder gar kostenlos anzubieten um dadurch die Nachfrage anzukurbeln, wäre in diesen Tagen als völlig absurd erschienen, denn es gab gar nicht genügend Geräte, die Netze allerdings waren schon 1992 bereit gewesen.
Kurz darauf gab es allerdings auch dieses Gerät für 999 DM mit Vertag und wer es sich leisten konnte, oder beruflich ein Gerät zur Verfügung hatte, erlebte auf einmal ungeahnte Freiheiten. Er musste für Verabredungen nicht mehr zuhause am Telefon sitzen bleiben, während draußen die Sonne schien, und sogar wenn er spazieren ging und ein schönes Fleckchen wie einen lauschigen Biergarten entdeckte, konnte er Freunden davon erzählen und sie dorthin bestellen.



























