Urlaubszeit -schöne Zeit! Gemeinsam mit Mann und Hund ausspannen, bummeln, am Strand entlang laufen und zwischendurch auch mal einige fremde kleine Städtchen besuchen.
Wunderbar, aber was ist, wenn der geliebte Vierbeiner plötzlich mitten in einer touristischen Hochburg, wie vom Blitz getroffen, stehen bleibt und seine Notdurft verrichtet?
Toll. Einfach wunderbar. Noch schöner wird es, wenn die Umstehenden dann vorwurfsvoll erst den Hund und dann den Halter mustern. Wenn Blicke töten könnten … Aber am Ende ist ein Hund eben ein Hund – und der kann bekanntlich nicht wie wir Menschen ins nächste Café spazieren und höflich nach der Toilette fragen.
Zum Glück waren wir auf diesen Notfall vorbereitet. Besser gesagt: mein Partner war es. Ganz entspannt zog er eine blickdichte Hundekotbeutel-Tüte aus der Hosentasche und ließ den Haufen darin verschwinden. Knoten rein, ab in die nächste Mülltonne. Punktlandung.
Dieses vorbildliche Verhalten sorgte natürlich für zustimmende Blicke – wobei ich zugeben muss, dass ich mich in solchen Momenten immer so stellte, als hätte ich mit Hund und Halter rein gar nichts zu tun.
Was mir dabei besonders in Erinnerung geblieben ist: In vielen Städten rund um den Gardasee und Bodensee gab es Hundestationen mit kostenlosen, hauchdünnen Beuteln. Wir deckten uns dort immer großzügig ein – eine echte Erleichterung, wenn unsere sechs Monate alte Hündin mal wieder spontan und völlig unbeeindruckt von Zeitplan und Umgebung ihr Geschäft verrichten musste.
Heute stand in den Ruhrnachrichten, dass sich ein Erler über den vielen Hundekot im Dorf beschwert hat. (Ich hatte dieses Thema hier ja auch schon einmal angesprochen.) Und ich finde: Die Gemeinde könnte hier wirklich aktiv werden – zum Beispiel, indem sie an stark frequentierten Straßen und Plätzen Hundestationen mit Beuteln aufstellt.
Nicht nur wir Dorfbewohner hätten etwas davon, sondern auch die vielen Besucher, die mit ihren Vierbeinern etwa zur Femeiche spazieren. Sie sollten die Möglichkeit haben, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde ordentlich zu entsorgen – und sie nicht notgedrungen als unfreiwilliges „Gastgeschenk“ dort liegen lassen müssen.



























