Sie leiden unter Asthma? Sie haben sämtliche Cortison-Sprays, Höhlensitzungen im Sauerland oder ähnliches an Therapien ausprobiert, aber nichts hat geholfen? Dann gehen Sie zum Doktor ihres Vertrauens und lassen sich einen „Gecko“ verschreiben.
Bei meinem zweiten Besuch in Vancouver-Chinatown stieß ich auf diese lieblichen Tierchen in einer Apotheke. Gekreuzigt und getrocknet, gleich im Doppelpack erhältlich, lagen diese anmutig drein blickenden Echsen in Massen in Kisten. Stückpreis: 4,90 Dollar. Es verschlug mir regelrecht den Atem. Dennoch war ich zum platzen neugierig und nach intensiver Nachfrage verriet mir dann der Apotheker, dass diese Schuppentiere gut gegen Asthma, Bronchitis und Halsschmerzen seien. Aber wie kriege ich den wertvollen Inhalt dieser nachtaktiven Tierchen in meine Bronchien? Lutschen, dran knabbern wie an einem Dauerlutscher? Rohkost im Salat, war mein erster Gedanke. Alles falsch! Die Geckos werden zu einer Suppe verarbeitet. Und dann muss der Sud noch einige Tage ziehen. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass uns die Tiere nach dem Einweichen nicht wieder davon laufen!
Ich fliege jetzt mit einem Gecko im Reisegepäck nach Hause und hoffe, dass der Zoll dieses nicht als Arten geschütztes Tier ansieht und ich deshalb noch in den Knast wandere.



























