StartPolitikBündnis90/GrüneHaushalt 2026 in Raesfeld: Grüne fordern mehr Tempo beim Klimaschutz

Haushalt 2026 in Raesfeld: Grüne fordern mehr Tempo beim Klimaschutz

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Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird dem Haushalt 2026 der Gemeinde Raesfeld zustimmen. Fraktionsvorsitzender Henry Tünte verbindet das Ja zum Etat mit klaren Erwartungen an Klimaschutz, Klimawandelanpassung und eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde.

Haushaltslage aus Sicht der Grünen

Zu Beginn seiner Haushaltsrede dankte Henry Tünte der Verwaltung für die Aufstellung der Haushaltssatzung. Die finanzielle Situation der Gemeinde bewertete er insgesamt positiv, verwies jedoch auf die aktuellen Rahmenbedingungen. „Die Gemeinde steht aus Sicht der Grünen insgesamt gut da, auch wenn in den momentan umbrechenden Zeiten auf Rücklagen zurückgegriffen werden muss“, sagte Tünte im Rat.

Klimawandel trifft auch Raesfeld

Deutlich machte der Fraktionsvorsitzende, dass der Klimawandel längst auch auf kommunaler Ebene spürbar sei. Starkregenereignisse, Hitzeperioden und Trockenheit hätten konkrete Auswirkungen auf Siedlungsbereiche, Gewässer, Landwirtschaft und besonders schutzbedürftige Menschen. „Der Klimawandel trifft auch uns direkt“, stellte Tünte fest.

Klimaschutz und Anpassung gehören zusammen

Für die Grünen sei klar, dass zwei Aufgaben gleichzeitig angegangen werden müssten. Klimaschutz dürfe nicht losgelöst von Anpassungsmaßnahmen gedacht werden. Raesfeld habe bereits erste richtige Schritte eingeleitet, etwa mit der kommunalen Wärmeplanung und der Gründung der Gemeindewerke für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. „Wir müssen zwei Dinge tun: Klimaschutz durch Einsparung und Vermeidung klimaschädlicher Gase und gleichzeitig Klimawandelanpassung“, so Tünte.

Mobilität im ländlichen Raum

Beim Thema Verkehr betonte Tünte, dass viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin auf das Auto angewiesen seien. Dennoch müsse der öffentliche Verkehr attraktiver werden. Kritisch äußerte er sich zur Ausstattung der Bushaltestellen. „Als wartender ÖPNV-Nutzer möchte ich wissen, wann mein Bus kommt und nicht lediglich, wann er kommen sollte“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende.

Aus Sicht der Grünen sollten unter anderem das AST-Angebot besser beworben, moderne Anzeigesysteme geprüft und der Radverkehr stärker berücksichtigt werden.

Natur, Wasser und Ortsentwicklung

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede lag auf der Anpassung an Hitze und Starkregen. Tünte sprach sich dafür aus, Siedlungsbereiche und Landschaft möglichst kühl und feucht zu halten, Flächen zu entsiegeln und schattenspendende Bäume zu erhalten. Auch die Regenwasserbewirtschaftung müsse weiterentwickelt werden, etwa durch ein stärkeres Zurückhalten des Wassers in der Fläche.

Beim Thema Artenvielfalt regten die Grünen ein Biodiversitätskonzept für die Gemeinde an, mit heimischen Pflanzen und naturnaher Pflege öffentlicher Flächen. Auch der naturnahe Umbau von Gewässern sei notwendig und zugleich eine Pflichtaufgabe.

Soziales und Wohnen

Tünte dankte der Gemeinde für die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine, Syrien und anderen Ländern. Die neue Flüchtlingsunterkunft habe dazu beigetragen, das Erler Jugendhaus wieder seiner ursprünglichen Nutzung zuzuführen. Gleichzeitig bleibe der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ein zentrales Problem, das weiter gelöst werden müsse.

Zustimmung zum Haushalt 2026

Am Ende seiner Rede machte Tünte deutlich, welches Potenzial er für Raesfeld sieht. „Raesfeld hat alle Voraussetzungen, um ein Vorbild für nachhaltige, lebenswerte und widerstandsfähige Gemeinden im Münsterland zu werden“, sagte er.

Die Grünen kündigten an, dem Haushalt 2026 zuzustimmen und die weitere Entwicklung der Gemeinde weiterhin kritisch und konstruktiv zu begleiten.


Es gilt das gesprochene Wort. Die Rede wurde redaktionell zusammengefasst.

Die vollständige Haushaltsrede steht als PDF zum Download zur Verfügung.

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