Happy End – Kakadu im Freiflug von Krähen attakiert und vermisst

Schreck am Wochenende. Seit Samstag, 6. Juni 2016 suchte das Ehepaar Marion und Joachim Menne ihren Gelbhauben-Kakadu in Rhade. Jetzt ist Willi, wohlbehalten, zwar erschöpft und etwas gerupft, wieder zuhause.

„Unser 14-jähriger Willi ist ein Freiflieger und während eines Spaziergangs in Rhade wurde er von einem Krähenschwarm attackiert. Dabei hat ist er uns verloren gegangen wir suchten zwei Tage nach ihm“, so Joachim Menne.

Marion und Joachim Menn aus Rhade suchen ihren 14 Jahre alten Kakadu Willi, der seit Samstag verschwunden ist. Willi ist wie Lore (Foto), ein Gelbhaubenkakadu, der sich aktuell in einem Umkreis von 5 km um Rhade, Richtung Erle, befinden muss. Eine Belohn
Marion und Joachim Menn aus Rhade suchen ihren 14 Jahre alten Kakadu Willi, der seit Samstag verschwunden ist. Willi ist wie Lore (Foto), ein Gelbhaubenkakadu, der sich aktuell in einem Umkreis von 5 km um Rhade, Richtung Erle, befinden muss.

In falscher Richtung gesucht

Den ganzen Sonntag patrouilliert das Ehepaar mit ihrem Wohnmobil die Straßen rund um Rhade ab. „Alleine findet der Papagei den Weg nicht nach Hause, aber das Wohnmobil kennt er“, so Menne, der die Hoffnung hatte, dass der Kakadu dann angeflogen kommt, wenn er das Fahrzeug sieht.

Gelhauben Kakadupärchen
Wieder vereint – Lore und Willi

In einer ganz anderen Richtung, sprich Erle, vermutete das Ehepaar aus Rhade ihren Willi. Dass Willi nach Heiden geflogen sein könnte, damit hatten die Tierhalter nicht gerechnet und suchten dementsprechend auch nur im Bereich Rhade – Erle.

Am Sonntagmorgen war die Sorge dann bei dem Ehepaar groß, als Willi immer noch nicht auftauchte.  „Im schlimmsten Fall kann Willi im Fluge von einem Habicht geschlagen werden, oder jemand findet ihn und sperrt ihn ein“, bedenkt der Halter. Allerdings wird derjenige wenig Spaß an den Vogel haben. „Willi kann ziemlich laut und anstrengend sein, sodass man ihn auf Dauer schlecht verbergen kann“.

Kakadu Lore sucht ihren 14 Jahre alten Partner Willi, der seit Samstag, 14. Juni in Rhade nach seinem Freiflug verschwunden ist.
Kakadu-Dame  Lore vermisste nur ein wenig ihren 14 Jahre alten Partner Willi. Ihr Interesse galt mehr den Nüssen im Hofladen Böckenhoff.

Menschen mit Tierverstand

Die Fahndung nach Willi kann nun eingestellt werden, denn er hatte sich am am Sonntag gegen 11 Uhr in Heiden bei einer Familie eingefunden. „Zwar ließ er sich  nicht einfangen, wurde aber mit allem Notwendigen versorgt. Die Menschen hatten sehr viel Tierverstand. So fasste er Vertrauen und hielt sogar sein Nickerchen im Kirschbaum, drehte seine Runden und kehrte immer wieder zurück“, erzählt Joachim Menne erleichertert.

Erst am Sonntagabend kam dann die Erleichtung und Lore hatte ihren Willi wieder.  „Aufgrund meiner Vermisstenmeldung auf der Seite „vermißte/gefundene Vögel“, konnte dann abends ein Kontakt zu uns hergestellt werden. So sind beide wieder vereint. Vielen Dank an alle für die Anteilnahme“. 

Kakadus sind die Kobalte unter den Papageien

Im Gegensatz zu dem Halterehepaar Marion und Joachim Menne war die 16-jährige Lore froh, dass ihr Willi weg ist. Während Lore sehr sozial ist, kann Willi auch anders, denn Kakadus sind die Kobalte, wie Menne sagt, unter den Papageien.

Gelbhauben-Kakadu vermisst„Wenn wir damals gewusst hätten, was mit einem Kakadu als Haustier im Laufe der Jahre auf uns zukommt, dann hätten wir Willi nicht dazugekauft. Verkaufen können wir die Tiere aber auch nicht mehr, denn sie haben es auf intelligente Art geschafft, sich in unsere Herzen einzufressen, sodass wir sie nicht mehr abgeben möchten“, lacht Menne, der seine Vögel überall mit hin nimmt, sowohl auf Spaziergänge, gemeinsame Unternehmungen und zu seinen Kunden.

Gelbhauben-Kakadu„Papageien sind Wildtiere und gehören auf keinen Fall in Volieren oder Käfigen. Und wer einmal nur einen Papagei hat fliegen sehen, der weiß auch warum diese Wildtiere ihre Freiheit brauchen“, so Joachim Menne.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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