Betreuung von Verletzten war der Tätigkeitsschwerpunkt

Obwohl es sich bei dem angenommenen Szenario lediglich um eine Übung handelte, waren sich im Anschluss alle Teilnehmer darüber einig, dass diese Übung sehr realitätsnah und auch die emotionale Belastung spürbar war. Ewald Trockel und Thomas Hortmann vom Löschzug Lembeck bereiteten die Übung vor und schauten später, zusammen mit dem Leiter der Feuerwehr Dorsten, Andreas Fischer, den tätigen Kameraden mit kritischem Blick über die Schultern.

Feuerwehr und DRK Übung in Lembeck (3)

Angenommen wurde, dass sich mehrere Jugendliche auf einem, zur einer „Partylocation“ umgebauten, Anhänger befanden. Dieser wurde von einem Trecker gezogen, dessen Fahrer plötzlich ein medizinisches Problem bekam, bewusstlos wurde und mit dem Gespann von der Straße „Wellenheide“ in Lembeck von der Fahrbahn abkam. Daraufhin stürzte der Anhänger mit den Jugendlichen um. Diese Tatsache sorgte wiederum dafür, dass ein Fahrgast der mobilen Party auf dem Anhänger eingeklemmt wurde und sich weitere dabei zum Teil schwer verletzten.

Da auf dem Gefährt ein Grill betrieben wurde, kam es auf dem Anhänger zu einem Brand, eine Person erlitt dabei schwerste Verbrennungen und lag mit dieser Verletzung am Boden. Als die Feuerwehr eintraf, fanden die ersten Einsatzkräfte schreiende und orientierungslose Menschen vor.

Feuerwehr und DRK Übung in Lembeck (1)

Neben den verletzten Personen, mussten auch die Menschen betreut werden, die Augenzeugen des Unfalles wurden. Die Löschzüge Lembeck, Wulfen, Lippramsdorf und die Ortsvereine Reken und Borken des Deutschen Roten Kreuzes, mussten fortan in einem schwierigen Übungsszenario ihr Können unter Beweis stellen. Während sich die Mitglieder der Ortsvereine und die Kameraden der Löschzüge um die Versorgung der Verletzten kümmerten und einen Behandlungsplatz für diese einrichteten, leiteten weitere Kräfte der Feuerwehr die Brandbekämpfung und die technische Rettung der eingeklemmten Person auf dem umgestürzten Anhänger ein. Insgesamt mussten während der Übung 12 Verletzte versorgt werden, die allesamt vorher geschminkt wurden und ihre Sache sehr authentisch bewerkstelligten. Da es sich bei dem Übungseinsatz um einen „Massenanfall von Verletzten und/oder Erkrankten“ (MANV) handelte und viele Verletzte zu betreuen waren, wurden auch die Mitglieder der „Psychosozialen Unterstützung“ (PSU-Team) der Feuerwehr Dorsten mit eingebunden. Das PSU-Team wird in der Regel dann alarmiert und eingesetzt, wenn während eines Einsatzes mit einer hohen emotionalen Belastung der Einsatzkräfte zu rechnen ist.

Nach dem Einsatz trafen sich alles Teilnehmer im Lembecker Gerätehaus, um die Übung während einer Nachbesprechung reflektieren zu lassen und einige wenige Details künftig zu optimieren.

Text und Fotos: Markus Terwellen
Pressesprecher Feuerwehr Dorsten

Vorheriger ArtikelFrühjahrstreffen der Heimatvereine aus dem Bereich Borken
Nächster ArtikelE-Bike on Tour – Testen und Probefahren in der Firma Hußmann Raesfeld
avatar
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here