Frühlingsgefühle beim Konzert der Raesfelder Burgmusikanten

Die Raesfelder Burgmusikanten luden am Samstagabend zu einem Frühlingskonzert in die Mehrzweckturnhalle in Raesfeld ein. Zahlreiche Musikbegeisterte folgten der Einladung.

„Wir wollten Musik machen, die direkt in den Fuß geht“, erklärt Vorsitzender Matthias Sümpelmann das breit gefächerte Programm.

In den vergangenen Jahren wurde es auch mal symphonischer und ernster in der Musikauswahl. In diesem Jahr jedoch setzte das Orchester auf „Happy sounds“, wie der Musikexperte sagen würde. „Wir wollten unsere Gäste nach den letzten zwei Jahren einfach wieder abholen und Freude an der Musik machen, locker und leicht“, so Sümpelmann, der pünktlich um 19.30 Uhr die Gäste begrüßte.

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Durch das Programm führte kein geringerer als der erste Vorsitzende selbst. Matthias Sümpelmann schlüpfte Samstagabend in gleich mehrere Rollen. Während der Stücke des Hauptorchesters spielte er wie gewohnt seine Tuba, zwischen den Stücken gab er interessante Fakten zu der Musik preis.

Den Anfang machte das Hauptorchester. Es spielte unter der Leitung ihres Dirigenten Dieter Fischer den deutschen Marsch, arrangiert von Guido Rennert. Der Deutsche Marsch ist, im Vergleich zu den allermeisten Märschen, noch sehr jung. Daher klang er zwar heroisch, aber gleichzeitig hatte er eine gewisse Leichtigkeit, was perfekt in das Programm einleitete.

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Das Jugendorchester unter der Leitung von Ulli Meyering ©Petra Bosse

Das jüngste Orchester der Burgmusikanten

Nach zwei weiteren Stücken des Hauptorchesters kam das 40 Musiker starke Vororchester unter der Leitung von Ulli Meyering auf die Bühne. Auch sie präsentierten drei Stücke plus Zugabe tadellos. Für viele von ihnen war es der erste große Auftritt. Besonders an den Stücken des jüngsten Orchesters war, dass sämtliche Stücke vom Dirigenten persönlich arrangiert wurden. „Ulli ist ein Autodidakt schlechthin. Er arrangiert für sein Orchester so viele Stücke mal eben um, damit die auf seine Musiker perfekt zugeschnitten sind.“, erklärte der Moderator stolz.

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Matthias Sümpelmann führte durch das Programm ©Melanie Unnebrink

Orchester landet Volltreffer

Vor der Pause traten nochmal die rund 50 Musiker aus dem Hauptorchester auf die Bühne, um zwei Highlights zu präsentieren. Denn die Musiker hatten einen Sänger im Schlepptau, der bei „the Sound of Silence“ und „Coldplay in Symphony“ das Orchester mit seinem Gesang begleitete. Der tosende Applaus vor der Pause sprach für sich, damit hatte das Orchester einen Volltreffer gelandet.

Filmmusik

Nach der Pause betrat das Jugendorchester unter der Leitung von August Krayenbrink die Bühne. Auch sie verzauberten mit ihrem „happy sound“ das Publikum. Highlight war das Bassklarinettensolo in dem Stück „speak softly love“, Filmmusik aus dem Filmklassiker „Der Pate“. Der tiefe und weiche Sound der großen Schwester der Klarinette versetzte die Zuhörer direkt in die dunklen Gassen des Mafioso-Films.

Zum dritten und letzten Mal betrat das Hauptorchester die Bühne, und beendete das Programm mit drei Stücken, die das Motto des Konzertes bereits in verschiedenen Versionen im Namen trugen: Happy. Sie rundeten das gesamte Konzert gekonnt ab und schickten die begeisterten Zuhörer pünktlich um 22 Uhr nach Hause.

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Worte zur Situation in der Ukraine

Doch auch wenn das Motto eher fröhlicher Natur war, musste Matthias Sümpelmann in seiner Rolle als Moderator auch ein paar ernste Worte zur Situation in der Ukraine loswerden. Um ihre Unterstützung zu zeigen, werden die Musiker einen Teil der Spenden, die an dem Abend eingenommen wurden, den örtlichen Flüchtlingshilfen zukommen lassen.

Konzert im Livestream

Wer das Konzert verpasst hat, kann es sich auf dem Youtube-Kanal der Raesfelder Burgmusikanten nochmal anschauen. Denn das gesamte Konzert wurde live gestreamt und danach auf der Plattform gespeichert. Insgesamt 100 Endgeräte waren am Samstagabend live zugeschaltet.

Der Applaus am Ende des Abends sprach für sich. Die Burgmusikanten hatten einen gelungenen Wiedereinstieg in das Frühlingskonzert geschafft, als wären die zwei Jahre Pause nie da gewesen.

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