Den Müll und Dreck fremder Menschen eingesammelt – keine Selbstverständlichkeit, aber auch diesmal engagierten sich viele freiwilliger Bürger an die Aktion: „Saubere Landschaft“.

„Es ist doch verwunderlich, was wir heute wieder alles gefunden haben“, sagte Holger Lordick, der wie 318 weitere freiwillige Müllsammler am Samstagvormittag durch Natur und Flur streifte, um die Hinterlassenschaften von achtlos weggeworfenen Unrat anderer Menschen einzusammeln.

Mitglieder vom Heimatverein Erle und die Grünen sorgten für eine saubere Landschaft in Erle und  fanden einen „Schatz“

30 Säcke Katzenstreu

Unter dem Motto „saubere Landschaft“ schwärmten in Raesfeld und Erle bei eisigen Temperaturen, ausgestattet mit blauen Plastiksäcken und Handschuhen Einzelpersonen, Familien, Vereine, Gruppen und Verbände aus, und durchforsteten jeden Winkel und Ecken.

Gleich mehrere Armbanduhren fand Holger Lordick an der Erler Sporthalle. Holger Brömmel ärgerte sich, über 30 gelbe Müllsäcke voll mit Katzenstreu am Werlo. „Seit Jahren schon, immer wieder das Gleiche. Irgendjemand entsorgt regelmäßig Katzenstreu im Wald. Ärgerlich diesmal allerdings ist, dass die Müllsäcke tiefgefroren waren und wir sie deshalb nicht mitnehmen konnten“, so Brömmel.

Wer vermisst seine Armbanduhr? Gefunden in Erle.

Was andere Menschen bewusst suchen, einen im Gebüsch gut versteckten Sender von Geocaching, fand die 20 Personen starke Gruppe des Fanfarencorps. Aber auch jede Menge leere Flaschen und anderen Unrat zierten die Grünanlagen und Feldränder rund um das Schloss Raesfeld.

Mitglieder des Fanfaarencorps Raesfeld durchforsteten Wald und Flur rund um das Schloss

Feuerwehr

Die Feuerwehr Raesfeld konzentrierte sich auf die Säuberung an der Hauptverkehrsstraße. Hier fanden die Erler Blauröcke an der B 224 zwischen Erle und Raesfeld besonders viele leere Fast Food Tüten und Becher, neben jede menge Schnaps-Miniaturflaschen.
Nach gut drei Stunden waren alle Müllsäcke der großen und kleinen freiwilligen Müllsammlerinnen und Sammler prallgefüllt.

Im Feuerwehrgerätehaus in Raesfeld erwartete die durchgefroren Teilnehmer eine heiße, deftigen Suppe und Getränke zum Aufwärmen und Stärken nach der großangelegten Umweltaktion rund um Raesfeld 2018. Ihre mitgebrachten „Schätze“, die nicht von den mobilen Sammelfahrzeugen an den Straßenrändern eingesammelt wurden, konnten hier in einem bereitgestellten Müllcontainer zuvor noch entsorgt werden.
„Trotz der Kälte war die Beteiligung wieder sehr groß und wir freuen uns, dass so viele mitgemacht haben“, resümierte Stefanie Grohne vom Raesfelder Ortsmarketing.

Petra Bosse

 

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