Fliegen kann so schön sein! Kann! Allerdings nur, wenn die Flieger auch die Zeiten einhalten. Besonders bei den Billigfliegern kommt es bekanntlich immer wieder zu Verspätungen.
Ins Gerede kam jetzt wieder die Fluggesellschaft Ryan-Air. Was war passiert? Ein Nachtflug sollte in Paris landen. Wegen Verspätung gab es aber keine Landeerlaubnis und kurzerhand leitete Ryanair die Maschine nach Liege in Belgien um.
Die Reisenden weigerten sich kurz vor Mitternacht in Lüttich auszusteigen. Sie hatten zu dieser Zeit schon seit mehreren Stunden im 350 Kilometer entfernte Beauvais (Frankreich) sein wollen. Was gibt es schlimmeres für einen Franzosen, als in einer belgischen Provinz ausgesetzt zu werden. Zwar organisierte die Fluggesellschaft eine Transfer Busfahrt von vier Stunden nach Paris, aber das wiederum wollten die Franzosen nicht. Und so blieben die meuternden Fluggäste kurzerhand im Flugzeug sitzen. Nichts konnte sie dazu bewegen, den gemütlichen Sitzplatz im Flieger zu verlassen. Kurz gesagt: Sitzblockade und zwar so ausgiebig, dass nach etlichen Stunden die Flugbegleiter samt Pilot die Maschine verließen. Es gab keine Getränke, Licht aus, Toilettentüren verschlossen und weg waren sie, nur das Cockpit blieb offen. Warum, ungeklärt. Gegen 4.30 Uhr seien die Passagiere schließlich in Busse gestiegen, die sie nach Beauvais brachten.



























