Seit sechs Generationen in Raesfeld-Erle

Über mehr als 7 ha erstreckt sich der Kartoffelacker auf dem Bauernhof der Familie Breil in Raesfeld-Erle. Sechs verschiedene Sorten pflanzt die Familie hier an. Von mehlig, über vorwiegend festkochende bis hin zu festkochenden Exemplaren decken sie das ganze Spektrum ab.

Vor wenigen Tagen hat die Rodung der Frühkartoffel Annabelle begonnen. Die Breils ernten allerdings derzeit nur den Bedarf für den nächsten Tag. Das geht noch so lange, bis die empfindlichen Schalen in wenigen Wochen zur Lagerreife gelangt sind. Erst dann geht es auch an die anderen Sorten.

  • 2 Verkaufswagen für die Direktvermarktung
  • Fertigstellung der neuen Lagerhalle für Herbst geplant
  • Lagerung ohne Chemie
  • Kunden im ganzen nördlichen Ruhrgebiet
  • Regionale Qualitätsprodukte

Importe unnötig und nicht zeitgemäß

Markus Breil versteht etwas von Kartoffeln. Das wissen auch seine zufriedenen Kunden. Diese beliefert er wöchentlich von dienstags bis freitags mit seinen beiden Verkaufswagen im nördlichen Ruhrgebiet. Annabelle, Venezia, Belana, Gunda, Regina und die wegen der Farbe ihrer Schale rote Laura sind für ihn mehr als nur Grundnahrungsmittel. Seine Kunden schätzen die Qualität seiner Produkte und halten ihm ebenso seit langer Zeit die Treue wie seine Geschäftspartner und Lieferanten.

Mit dem Bau einer neuen Lagerhalle möchte er jetzt ein Zeichen für die Zukunft setzen. „Wir brauchen hier keine Kartoffelimporte aus Spanien oder Tunesien“, stellt Markus Breil klar. „Unsere Kartoffeln werden ohne Einsatz von Chemie und bei voller Geschmackserhaltung über den Winter gebracht.“

Neben den langen Transportwegen sieht er vor allem den hohen Wasserbrauch als wichtigen Kritikpunkt. „Da werden Wasservorräte verbraucht, die die Menschen vor Ort viel dringender benötigen.“

Markus Breil: „Auf die Temperatur kommt es an“

Für weitaus ökologischer hält Markus Breil sein neues Projekt. Die Schaffung optimaler Lagerbedingungen für die heimischen Kartoffelsorten. Im Oktober soll die neue Halle fertig sein.

Dann geht es von der Rodung sofort in die Kiste und dann ins Kühlhaus. Natürlich ohne Einsatz von Chemie. Bei einer Temperatur von 4,5°C fallen die Kartoffeln quasi in eine Art Winterschlaf. „Kälter darf es allerdings auch nicht werden“, weiß der Fachmann, „ansonsten droht die Verzuckerung der Knollen.“ Bei Bedarf können die Kartoffeln langsam auf 8-10° C erwärmt werden. Dann schmecken sie wieder wie frisch geerntet. Dieser Vorgang nimmt etwa vier bis fünf Tage in Anspruch.

Wer so lange nicht warten möchte, der kann sich in der Zwischenzeit mit einem leckeren und natürlich auch selbstgebackenen Schwarzbrot stärken. Auch das wird natürlich in einer bis zum Herbst vergrößerten Verkaufshütte direkt am Hof angeboten.

Bauernhof Breil
Marienthaler Str. 56
46348 Raesfeld-Erle
Telefon: 02865 7535
E-Mail: [email protected]
Internet: www.hof-breil.de

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