Erler Schützenfahne angesteckt

 

Gestern berichtete ich über ein Ereignis, was während des Schützenfestes in Erle geschah (der Artikel wurde von mir wieder gelöscht).

Während im Festzelt die Erler Jugend friedlich und fröhlich feierte, zündeteten Raesfelder Jugendliche vor dem Festzelt eine grün/weiße Schützenfahne mit Emblem an. Als diese in Flammen aufging, wurde dieses „tolle Ereignis“ gefilmt und im Internet auch noch auf Youtube präsentiert. Eines Besseren belehrt, haben dann die „Filmemacher“ später diesen Film wieder auf Youtube gelöscht.

Nun war Erklärungsnot angesagt. In Form einer Entschuldigung sollte diese Schandtat nun bereinigt werden. Schützenpräsident Arno Brömmel hat diese angeblich gut gemeinte Geste  geschluckt. Laut Aussage der Verursacher hatte diese Tat keinen besonderen Hintergrund, geschweige denn Hassgefühle gegenüber den Erlern. Es war angeblich nur der hohe Alkoholpegel, der das Denken und Handeln der Jugendlichen an diesem Abend eingeschränkt hat.

Fahnen sind symbolträchtig, auch wenn es sich hier „nur“ um eine Schützenfahne handelt. Das Verbrennen von Symbolen bekommen wir tagtäglich durch die Medien ins Wohnzimmer geliefert. Und hier liegt genau das Problem. Wo fängt der „Spaß“ an, wenn man das als Spaß bezeichnen kann, und wo er hört er auf? Heute ist es „nur“ eine Schützenfahne, morgen vielleicht nur eine Fahne der Kirche, übermorgen sind es vielleicht Gräber, die geschändet werden. Und was kommt dann noch? Ich persönlich finde, dass es sich bei dieser Freveltat nicht nur um einen Kleinjungenstreich handelt, denn wer alt genug ist Alkohol zu konsumieren, der ist auch alt genug für seine Schandtaten die Konsequenzen zu tragen. Und ein Geschenk in Form einer Entschuldigung ist meines Erachtens nicht ausreichend.

Welche Schritte hinsichtlich dieser Tat der Präsident des Allgemeinen Bürgerschützenvereins  anstrebt, darüber werde ich berichten.