Erdbeer-Saison: Endlich ist sie wieder da, die paradiesische Frucht

Dass die Erdbeere botanisch gesehen gar keine Beere, sondern eine sogenannte Sammelnuss ist und die eigentlichen Früchte die kleinen Körner (Nüsse) auf der roten Scheinfrucht sind, ist uns letztendlich egal. Nur Allergiker müssen leider oft auf die süßen Früchte verzichten.

Nicht-Allergiker genießen die „Königin der Beeren“ dagegen pur oder mit Sahne, auf Eis oder Kuchen, in der Bowle oder als Marmelade. Die Beeren an sich sind Schlankmacher mit weniger als 40 Kilokalorien pro 100 Gramm, kalorienmäßig ins Gewicht fallen leider die leckeren „Beilagen“.

Klassiker seit eh und je sind die Kombinationen mit Banane, Rhabarber oder Spargel, aber auch die Farbtupfer im Spinat- oder Rucolasalat. Auch in eine andere Richtung gehend mit Balsamico und Pfeffer oder als Smoothie mit Basilikum machen sich die roten Früchte gut. Wer ein ganz besonderes Geschmackserlebnis erleben möchte, dem empfehle ich, die Beeren in Zucker zu tauchen, der mit Kardamom gemischt wurde. Wie so oft in der Küche gilt auch hier: Probieren geht über Studieren. 

Zur Gattung Fragaria gehören über 20 Arten und mehr als 1000 Sorten. Bei dieser großen Menge seine Lieblingssorte zu finden, das ist nicht einfach, zumal die Zeit davonläuft, da die Saison für die heimischen Früchte kurz ist.

Die kleinen Walderdbeeren waren bereits in der Steinzeit bekannt und wurden weiter gezüchtet und gekreuzt. Die Früchte, so wie wir sie kennen, kamen im 17. Jahrhundert aus Kanada, später dann auch aus Südamerika nach Holland. Dort entstand aus einer Kreuzung der beiden Sorten die Ananas-Erdbeere, wie die beliebte Frucht genannt wird. Seitdem lassen nicht nur wir uns die roten Früchte oder korrekterweise die Nüsse gerne schmecken. Auch zahlreiche Säugetiere wie Füchse und Dachse, Igel und Mäuse, aber auch Vögel und Käfer wissen das süße Fruchtfleisch zu schätzen.

Erdbeeren kennt man nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt, wobei jede Region ihre eigene Bezeichnung hat. So heißen sie im Erzgebirge Knickbeeren und in Köln schlicht Erbel. Die englische Bezeichnung Strawberry kennen sicherlich viele Leserinnen und Leser, wobei die Bezeichnungen Mansikka, Röpere und çilek wohl eher den Finnen, Maori oder Türken bekannt sind.

Tipps zum Umgang mit Erdbeeren

Da Erdbeeren äußerst empfindlich sind und schnell ihr Aroma verlieren, müssen sie vorsichtig behandelt werden:

  • Entfernen Sie den grünen Strunk erst nach dem Waschen.
  • Waschen Sie die Früchte im stehenden Wasser ab, denn durch den harten Strahl entstehen Druckstellen.
  • Stellen Sie die Erdbeeren ungewaschen mit grünem Stängel in den Kühlschrank, wenn Sie sie nicht gleich essen wollen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein