42 Aussteller beteiligen sich vom 11. bis 13. März an der 24. Deutsch-Niederländischen Grafikbörse in der Stadthalle Vennehof in Borken
Kreis Borken (pd). Vom 11. bis 13. März verwandelt sich die Stadthalle Vennehof in Borken wieder in den Treffpunkt für Grafikfreunde. Zum 24. Mal findet dann die „Deutsch-Niederländische Grafikbörse“ statt. Künstler und Sammler können dort fachsimpeln, Kenner des Metiers und Neulinge Ausschau nach neuen Trends halten. Dabei reicht das Spektrum von Holz- und Linolschnitten über Kupferstiche und Radierungen bis hin zu Lithografien und Siebdrucken. Rund 2.500 Besucher schlenderten jeweils in den vergangenen Jahren durch die Standreihen im Vennehof.
Die Qual der Wahl hatte jetzt die Jury, die über die Teilnahme entscheidet. Im Borkener Rathaus sondierte sie das Angebot und wählte 36 Aussteller aus. Hinzu kommen sechs Gäste der Veranstalter. 69 Grafiker und Fotografen hatten sich um die Teilnahme beworben. Die Qualität der eingereichten Arbeiten gab schließlich den Ausschlag für die Jurymitglieder Prof. Jochen Geilen (FH Bielefeld), Prof. Thomas Rohrmann (Universität Osnabrück), Leen van Welden (ehemaliger Kunstbeauftragter der Provinz Gelderland), Henk Larrakkers und Henriëtte Tavenier (Stichting Kunst & Cultuur Overijssel in Zwolle), Dr. Josef Spiegel (Stiftung Künstlerdorf Schöppingen), Jutta Meyer zu Riemsloh (Kunstverein Münsterland, Coesfeld) und Klaus Queckenstedt (Kunstverein Borken).
„Um das Niveau der Grafikbörse zu halten, hat die Jury strenge Maßstäbe angelegt“, erklärt Günther Inhester, der die Kulturabteilung des Kreises leitet. „Wir möchten dem Publikum ein breites Spektrum an Angeboten und Techniken bieten, damit die Börse weiter Anziehungspunkt für die Szene bleibt.“ Der Kreis tritt gemeinsam mit der Stadt Borken als Veranstalter auf.
Neben 41 Bewerbern aus Deutschland hatten sich auch 27 Künstler aus den Niederlanden um die Teilnahme beworben. 16 Künstlerinnen und Künstler aus dem Nachbarland dürfen ihre Arbeiten und ihr Angebot am zweiten Märzwochenende mit in den Vennehof bringen. Dass das Interesse niederländischer Künstler gestiegen ist, passt den Veranstaltern bestens ins Konzept. „Wir möchten den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Niederlanden fördern und gleichzeitig einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich der seriellen Grafik geben“, so Inhester. Die deutschen Teilnehmer kommen vor allem aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein, aber auch aus Chemnitz oder dem Rhein-Main-Raum. Aus dem Kreis Borken beteiligen sich zum wiederholten Male Marianne Bellenhaus aus Borken (Grafik), die Galerie Open Art, die ebenfalls in der Kreisstadt zu Hause ist, der Grafiker Klaus Dragon aus Raesfeld und das Antiquariat Bücher Mammut aus Bocholt.
An insgesamt 61 Ständen werden die Künstler ihre Werke zeigen und zum Verkauf anbieten. Neben 23 Grafikern sind auch fünf Fotografen, fünf Galerien, drei Antiquariate und Kunstverlage vertreten. Das Angebot ergänzen einige Gäste der Veranstalter. So wirken der Kunstverein Borken, die Druckvereinigung Bentlage aus Rheine und Stipendiaten des Künstlerdorfes Schöppingen sowie Kunststudenten von den Universitäten Osnabrück und Bielefeld mit. Am Stand der Osnabrücker können die Besucher hautnah miterleben, wie ein Druck entsteht. Die Studenten werden ihre Grafiken direkt an Ort und Stelle aufs Papier bringen. Eine besondere Rolle spielen zudem Grafiker aus Leipzig. Ab dem 4. März zeigt das Stadtmuseum Borken die Ausstellung „Luft-Druck“, die 31. Ausstellung des Vereins „Leipziger Grafikbörse“. Einige Arbeiten der Künstler aus Sachsen werden auch im Vennehof zu sehen sein.
Die Schau im Vennehof ist am Freitag, 11. März, von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Um 17.30 Uhr findet dann auch die offizielle Eröffnung durch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster statt. Am Samstag und Sonntag können die Besucher von 11 bis 18 Uhr die Börse besuchen. Für die kleinen Besucher ist auch in diesem Jahr wieder eine ganztägige Kinderbetreuung eingerichtet. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.



























