Gesamtschule wird zum Quartier. Der Rat stimmte sich einstimmig zu dem vorgelegtem Entwursplan für die Neugestaltung des Schulhofes aus.

Raesfeld. Der erste ausgearbeitete Entwurfsplan für die Neugestaltung des Schulhofes der Julia-Koppers Gesamtschule in Raesfeld ist am Montag im Rat der Gemeinde Raesfeld vorgestellt und einstimmig angenommen worden.

Vorgesehen ist eine kurzfristig umsetzbare Maßnahme im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), das den Raesfelder Ortskern und die Schlossfreiheit im kommenden Jahr ins Auge fasst.

Multifunktionale und intergenerative Nutzung

Die vorgestellte erste grobe Planung zeigt, wie der Innenbereich der Schule auf eine multifunktionale und intergenerative Nutzung umgestalte werden kann. Damit sei die neue Anlage und das geschaffene Angebote, sowohl für eine Nutzung durch die Schule, als auch für eine öffentliche Nutzung geeignet, erklärte Kämmerer Martin Tesing.

Neugestaltung Schulhof Raesfeld
Foto: Gemeinde Raesfeld

Besonders wichtig sei, so Tesing, eine Verzahnung mit der Alexanderstraße. Geplant sei dafür eigens ein Radweg mit einem getrennten Fußweg, sodass Fuß- und Fahrradverkehr sich nicht gegenseitig behindern.

Ebenfalls sei den Planern wichtig gewesen, dass der Pausenhof behindertengerecht gestaltet werde. Darüber hinaus soll der Raum durch verschiedene Ecken und Elemente, eingegrenzt durch Hecken, aufgegliedert werden, zum Beispiel mit einem Basketballfeld und einem Ball-Spielfeld.

Gesamtschule Raesfeld
Bushalltestelle soll zur Straße verlegt werden.

Generationsübergreifende Planung

Umgestaltet werden soll auch die Mensa, sodass sie zukünftig eine zentrale Aufenthaltsqualität bekomme, ergänzt Tesing. Ein Boulevard teilt den Schulhof. Dort könnte laut Planung am Ende eine Bühne stehen. Derzeit sei, so Tesing, die derzeitige Nutzung des Schulhofes im Wesentlichen auf schulische Belange ausgelegt. Durch die neue, generationsübergreifende Planung sollen die neue Anlage und das Angebot, sowohl für die Schule, als auch für eine öffentliche Nutzung geeignet sein.

Mehr PKW-Stellplätze

Die Stellplätze für Autos sollen von derzeit 30 auf 50 erweitert werden. Jochen Welsing (CDU) regte an, Parkplätze mit E-Ladestation für PKWs und Fahrräder zu integrieren. Wolfgang Warschewski (UWG) machte den Vorschlag für einen überdachten Fahrradständer in diesem Bereich.

Um das alles zu einem Quartier öffnen zu können, soll die derzeitige Bushaltestelle an die Straße verlegt werden.

32 neue Bäume, auf keinen Fall Eichen oder Kastanien, so Tesing, werden das Gesamtbild des Quartiers komplettieren.

Dorfentwicklung in Raesfeld kommt gut voran

„Wir kommen mit unserer Dorfentwicklung gut voran. Nach der Schlossallee ist das nun das zweite Projekt und ein großer Wurf“, so Hans-Dieter Strothmann (CDU). Klaus. Rybarczyk (SPD) stimmte ebenfalls der Planung zu, ergänzte aber, dass die Verkehrssicherheit der Schule ins Auge gefasst werde, müsse. Nicht verwerfen solle man, so Holger Lordieck (Die Grünen), das Thema Schulgarten. „Ich finde, dieses sollten wir noch einmal aufnehmen und nicht verwerfen“.

Um Fördermittel für das nächste Jahr für dieses Projekt akquirieren zu können, müssen diese bis zum 30. September 2019 beantragt werden.

Petra Bosse

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1 KOMMENTAR

  1. Ein Schulgarten könnte im Sinne von „Essbare Stadt“ gerade Jung und Alt verbinden und mit Artenschutz-Projekten der Schule u.a. besonders die Wildbienenhilfe und den Vogelschutz darstellen. Dabei könnte das gesamte Gelände mit heimischen Baum- und Straucharten sowie alten zu bewahrenden Obstsorten gestaltet werden.
    Die Parkplätze müssten so geplant werden, dass alle Autos von der Südseite her Beschattung erfahren.
    BUND und NABU könnten dabei unterstützen und beraten. Zum Auftakt sollte der „Wildbienen-Mann“ aus Dortmund für Schüler, Lehrer und Beteiligte zu einem Vortrag/Workshop in die Schule eingeladen werden!

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