StartGemeinde RaesfeldAus der RegionEiner der zehn feuchtesten Juli-Monate im Emscher-Gebiet seit 1931

Einer der zehn feuchtesten Juli-Monate im Emscher-Gebiet seit 1931

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Niederschlag im Juli © Rupert Oberhäuser/EGLV

Die Sonne spielte im Monat Juli des „Sommers“ in der Emscher-/Lippe-Region eher eine Nebenrolle, während der Regen die Hauptattraktion war.

Die Experten der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes haben die Niederschlagsdaten der vergangenen Monate analysiert und die Vermutungen vielerorts bestätigt: Im Emscher-Gebiet gehörte der Juli zu den zehn regenreichsten Juli-Monaten seit 1931.

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Mehr Regen als Durchschnitt

Im vergangenen Monat gab es an Emscher und Lippe deutlich mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt der letzten 100 Jahre. Im Emscher-Gebiet wurden durchschnittlich 142,4 mm Niederschlag gemessen, was im Vergleich zu dem üblichen Durchschnitt von rund 83 mm erheblich mehr ist. Der Juli 2023 zählt somit zu den zehn nassesten Juli-Monaten seit 1931.

Temperaturen im Juli blieben stabil

Auch das Lippe-Gebiet registrierte mit einem Niederschlag von 114,8 mm einen der zwanzig regenreichsten Juli-Monate. Trotz des Regens blieben die Temperaturen mit einem Durchschnitt von 19,3°C vergleichsweise stabil im Vergleich zu den Vorjahren. Mit insgesamt 231 Sonnenstunden konnte die Sonne die Wolkendecke immerhin etwas länger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre durchbrechen.

Sommer der Extreme: von extremer Trockenheit zu Starkniederschlägen

Emschergenossenschaft und Lippeverband dokumentierten vor dem anhaltenden Regen eine Mischung aus extremer Trockenheit und heftigen Niederschlägen im Juni. Mit 331 Sonnenstunden und einer Durchschnittstemperatur von 21°C war der Juni der sonnenreichste und wärmste Juni-Monat seit 1931, 0,6°C wärmer als der bisherige Rekordhalter im Jahr 2019.

Eine extreme Wetterlage entstand am 22. und 23. Juni mit dem Tiefdruckgebiet „Lambert“, nach vier Wochen anhaltender Trockenheit. An diesen beiden Tagen fiel nahezu der gesamte Monatsniederschlag.

Diese Ereignisse veranschaulichen, wie der Klimawandel Wetterextreme verstärken kann. Die Prognose für die Zukunft weist auf eine Zunahme von Extremwetterereignissen hin – darunter anhaltende Trockenheit und heftige Regenfälle bis hin zu Hochwasserereignissen andererseits.

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