Es fällt mir immer wieder auf, wie moderat unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist. Na klar, die Frau muss nicht nur Politik machen, sondern muss diese auch verkaufen, halt wie alle Politiker.
Wer in der Öffentlichkeit steht, ob als Politiker, oder auch nur als Vorstand von einem Verein, egal ob Heimatverein, Ortsmarketing, Kaninchenzuchtverein oder Kirchenvorstand, der sollte sich daran gewöhnen, den Medien Rede und Antwort zu stehen. Das klappt mittlerweile auch recht gut, zu mindestens bei den meisten, denn immerhin repräsentieren die Vorsitzenden ihren Verein und dazu gehört es nun auch mal, in und an die Öffentlichkeit zu gehen.
Nicht immer leicht für einige Personen, aber die meistens Interviewpartner geben sich Mühe und keiner verlangt, dass alle rhetorisch so gut drauf sein müssen wie unser Bürgermeister- leider geht es auch anders.
Mit sauertöpfischer Mine, die Augen leicht zusammen gekniffen wird abgeschätzt und dann, die Pressleute haben noch nicht einmal ganz die Frage zu Ende gestellt, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Ich sage nichts“.
Nun gut, damit können wir Journalisten auch leben, aber wenn dann durch Dritte Kommentare kommen, wo eine Richtigstellung verlangt wird, dann erlaube ich mir zu sagen „selber den Mund auf machen oder das Amt nieder legen“.
Da stellt sich natürlich auch die Frage: Was hat diese Person auf dem Stuhl eines Vorsitzenden zu suchen? Sitzen die Leute nur da, weil sich niemand gefunden hat dieses Amt auszuführen, oder trauen sich diese angeblichen „Vorsitzenden“ nicht, ihre Meinung zu vertreten? Wer, oder warum ist diese Person überhaupt gewählt worden? Vielleicht unter dem Motto „die Heiligen haben ihre Maria gefunden“ und das muss reichen?
Schade eigentlich, denn an der Spitze eines Vereins oder Rates hat jeder die große Chance etwas zu bewirken, etwas zu verändern, denn nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
Und hier ein persönlicher Tipp von mir für die nächsten Wahlen. Sucht euch den Vorstand oder die Vorsitzenden nicht nach der Anzahl der Kinder aus, sondern vielleicht auch danach, ob diese Person eine eigene Meinung in der Öffentlichkeit vertreten kann, ansonsten ist dieser Posten total vergeudet und schadet der Institution mehr als dass es hilfreich ist.



























