In den Medien hat es in den letzten Tagen viel Wirbel gegeben um den Grabstein des Jungen Jens Pascal Schmidt. Er war an Krebs gestorben und hatte den innigen Wunsch, dass das Logo seines Fußballclubs Borussia Dortmund auf dem Grabstein angebracht sein sollte. Der Grabstein war fertig mit einem Fußball obenauf, dem Logo des BVB und dem Vereinsspruch „Echte Liebe“ –   und kein christliches Symbol. Und da ging der Sturm los.
Nein! Nicht auf das gegnerische Tor. Auf die katholische Kirchengemeinde. Die Medien schossen aus allen Richtungen. Wie üblich, wenn es um „die Kirche“ geht, ist Fairplay kaum zu erwarten.
Mein STANDPUNKT dazu:
1. Ich möchte den Eltern, Verwandten und Freunden mein herzliches Beileid aussprechen. Denn es ist schrecklich, ein Kind zu verlieren.
2. Ich bin seit meiner Kindheit ein BVB-Fan (und seit ich in Schermbeck bin, auch Anhänger von Schalke 04. Das kriege ich gut zusammen).
3. Ich bin froh, dass es eine Einigung zwischen der Kirchengemeinde und der Familie gibt. Die wäre wohl auch ohne den Medienrummel möglich gewesen.
4. Was ist daran verkehrt, dass eine christliche Gemeinde auf einem Grabstein ihres Friedhofs ein christliches Symbol möchte (einmal ganz abgesehen davon, dass es überall Friedhofssatzungen gibt, welche Geltung haben) und nicht nur andere Symbole?
Wenn im Vereinshaus des BVB eine Gedenktafel (für wen auch immer) angebracht würde, so würde der Verein doch auch geltend machen, dass das BVB-Logo auf der Tafel angebracht würde.
5. „Echte Liebe“?  „Es gibt keine größere Liebe als die, wenn einer sein Leben gibt für seine Freunde“   – sagt Jesus (Joh 15,13) – und er hat es getan. Seine Liebe gilt auch den Feinden. Die der Fans beschränkt sich auf den BVB.
6. Ich finde, die Verantwortlichen der Dortmunder Pfarrei haben sehr moderat die christlichen Vorstellungen (mit den nicht-katholischen Eltern)umgesetzt, indem nur die Taube als Symbol  des Heiligen Geistes angebracht     und der Fußball auf eine Platte separat angebracht wurde.
7. Es ist gut, wenn wir unseren Glauben mit Selbst-verständnis einbringen in das öffentliche Gespräch. Glaube ist zutiefst persönlich – aber mehr als eine Privatsache. Die Öffentlichkeit ist darauf angewiesen, dass wir uns als Glaubende einbringen.

Klaus Honermann

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