StartGemeinde RaesfeldDigital und barrierefrei: Neue Mobilstationen für Raesfeld und Erle

Digital und barrierefrei: Neue Mobilstationen für Raesfeld und Erle

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In Raesfeld und Erle sollen zwei neue, moderne und barrierefreie Bushaltestellen entstehen. Diese sogenannten Mobilitätsstationen werden mit überdachten Wartehallen, Fahrradständern und Digitaltafeln ausgestattet, die aktuelle Informationen zu den Gebäuden anzeigen.

Die Gemeinde erhofft sich dadurch, das Verkehrsangebot durch diese Maßnahmen zu verbessern und den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten.

Einheitliches Konzept für Mobilstationen

Bernd Roters, Baumamtsleiter der Gemeinde, erklärte im Bau- und Umweltausschuss, dass die Vorgaben für ein einheitliches Konzept jedoch festständen. Ziel sei es, die Mobilität in der Gemeinde zu steigern und den Bürgern ein moderneres Verkehrssystem zu bieten. Die Mobilitätsstationen sollen am Rathaus und in der Silvesterstraße errichtet werden und werden vom Regionalverkehr Niederrhein (RVN) mit aktuellen Daten zu den Verwaltungsanlagen versorgt.

Bushaltestelle-Raesfeld
Foto: Petra Bosse/Archiv

Ausstattung der Stationen

Jede Station wird über eine Wartehalle, einen Fahrradständer und eine dynamische Fahrgastinformation verfügen. Eine digitale Leuchtschrift wird die Ankunftszeiten der nächsten Busse anzeigen. Darüber hinaus werden Infotafeln Informationen zu Carsharing-Angeboten und E-Auto-Ladesäulen bereitgestellt. Insbesondere sollen in Erle zusätzlich sechs abschließbare Fahrradboxen gebaut werden, um Pendlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Fahrräder sicher abzustellen.

„Dort vereinen wir alles, was zur Mobilitätsförderung beitragen“, so Bernd Roters. Ein Vorteil des Projekts: Die Mobilstationen werden vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Gegenzug wird die Gestaltung der Stationen nach landesweiten Vorgaben erfolgen, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.

Kontroverse um Fahrradboxen

Im Ausschuss gab es allerdings auch kritische Stimmen. Henry Tünte von den Grünen äußerte Zweifel an der Sinnhaftigkeit der sechs geplanten Fahrradboxen für Erle. „Sechs Boxen alleine für Erle?“, fragte er skeptisch und stimmte dem Beschluss nicht zu. Die Verwaltung verteidigte jedoch die Entscheidung und betonte, dass es sich um ein Angebot handle, dessen Nachfrage schwer einzuschätzen sei. Roters führte ein Beispiel an: „Wenn etwa ein Arbeitnehmer aus Borken in Raesfeld arbeitet und mit dem Bus ankommt, kann er sein Fahrrad dort sicher abstellen, um zum Betrieb weiterzufahren.“

Barrierefreie Gestaltung

Ein weiterer Aspekt des Projekts ist die barrierefreie Gestaltung der Stationen. Wie Roters erläutert, sollen die Bürgersteige auf 18 cm erhöht werden, um einen einfachen und barrierefreien Einstieg in die Busse zu ermöglichen. Diese Maßnahme ist Teil der landesweit einheitlichen Vorgaben, die einen Wiedererkennungswert für alle Mobilstationen in Nordrhein-Westfalen darstellen.

Ausschreibung der Arbeiten beschlossen

Trotz der Kritikpunkte beschloss der Ausschuss letztendlich die Ausschreibung der Arbeiten in die Wege zu leiten und das Projekt voranzutreiben. Die Gemeinde Raesfeld plant damit einen wichtigen Schritt in Richtung eines modernen, digitalen und barrierefreien Nahverkehrssystems.

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