Dies und Das -Tag des Kusses

Heute war der internationale Tag des Kusses. Heute schon geküsst? Woher kommt überhaupt die Zärtlichkeit und warum küssen wir?

Der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeld, Schüler von Konrad Lorenz, ist der Meinung, dass das Küssen auf die Weitergabe von Nahrung zurückzuführen ist.

Gut zu beobachten in der Vogelwelt, denn dort schiebt Muttervogel beim Kussfüttern ihren Jungen die Nahrung in den Schnabel. Viele Forscher sind dieser Meinung, außer Sigmund Freud. Der glaubte, dass das Küssen vom wohligen Gefühl des Saugens eines Babys an der Mutterbrust zurückzuleiten sei. Wer als Säugling zu wenig gestillt wurde, soll verstärkt unter Alkoholismus und Nikotinsucht leiden, um seine Sauggefühle zu befriedigen.

Die Ethnologin Christiane Cantauw von der Volkskundlichen Kommission für Westfalen hat eine andere Sicht: Küssen unter Verwandte könne beispielsweise als Mittel dazu dienen, die privilegierten Gruppe der Verwandten von anderen abzugrenzen.

Ein Kuss unter Liebenden hingegen stelle eine symbolische Vorwegnahme eines Geschlechtsaktes dar.

Geküsst wird bereits schon über 2000 Jahre. So auch schon im alten Rom, wo es sogar ein „Kussrecht“ gab. Die Begrüßung per Kuss wird in der Bibel erwähnt und galt als Erkennungszeichen früher Christen.

Foto: Johanna Bieber / pixelio.de

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