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Die Wahrheit über Mücken: Mythen und Fakten im Check für den besten Schutz

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Symbolfoto

Wer kennt das Problem nicht? Kaum liegen wir im Bett, schon fängt es an zu summen. Die Mücken umkreisen uns buchstäblich wie Fliegen das Licht.

Aber was ist dran an der Behauptung, dass Mücken immer dann kommen, wenn das Licht an ist? Fakt ist jedenfalls, dass die Nacht durch das Summen kurz werden kann. Und wer eine Mücke mit dem Handtuch oder der Fliegenklatsche an der Wand erwischt, darf sich, wenn er Glück hat, auf einen dicken und unschönen Blutfleck an der Tapete freuen.

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Mücken Stiche Fakten
©Pixabay

Mücken: Nicht nur ein nächtliches Problem

Aber nicht nur nachts kommen die lästigen Blutsauger angeflogen. Kaum sitzen wir gemütlich im Garten oder am Badesee, schon sind sie zur Stelle. Selbst im Urlaub lassen sie uns nicht in Ruhe.

Mückenmythen im Check

Um sich vor Mücken zu schützen, kursieren zahlreiche Mythen. Was ist wahr, und was stimmt nicht? Wir haben recherchiert, um einige der bekanntesten Mythen zu entlarven.

10 Mückenmythen im Faktencheck

  1. Mücken werden von Licht angezogen: Falsch! Mücken orientieren sich hauptsächlich über ihren Geruchssinn.
  2. Mücken mögen süßes Blut: Falsch! Auch wenn Mücken Vorlieben haben, beziehen sich diese ausschließlich auf den Geruch der Personen.
  3. Knoblauch hält Mücken ab: Falsch! Außer dem Blutsaugen haben Mücken wenig mit Vampiren gemein.
  4. Spucke hilft gegen juckende Mückenstiche: Falsch! Ein Kühlakku hilft wesentlich besser und ist zudem hygienischer.
  5. Mückenstiche sind immer harmlos: Falsch! Durch Mücken können hierzulande in seltenen Fällen Erreger ernster Erkrankungen übertragen werden.
  6. Nur weibliche Mücken stechen: Richtig! Nur die weiblichen Mücken benötigen das menschliche Blut für die Produktion ihrer Eier.
  7. Schwarze Kleidung zieht Mücken an: Richtig! Mücken bevorzugen Schwarz, Orange, Rot und Cyan. Daher ist Weiß die beste Wahl.
  8. Kokos-Duft hält Mücken ab: Richtig! Kokos-, Mandel-, Wassermelonen- und Bourbon-Duft können abschreckend auf Mücken wirken.
  9. Mücken werden durch Schweiß angezogen: Richtig! Zersetzter Schweiß enthält viele Geruchsstoffe, die Mücken anziehend finden.

Mückenarten und ihre Gefahren

Es gibt weltweit über 3.500 Mückenarten, doch nur wenige davon stechen den Menschen. In Deutschland sind etwa 50 Arten heimisch, wobei die bekanntesten die Gemeine Stechmücke (Culex pipiens), die Tigermücke (Aedes albopictus) und die Buschmücke (Aedes vexans) sind. Diese Mückenarten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrem Verhalten und ihren bevorzugten Brutstätten.

Gefahren durch Mückenstiche in Deutschland

In seltenen Fällen übertragen Mücken in Deutschland Krankheitserreger, die ernste Erkrankungen auslösen können. Dazu gehören beispielsweise das West-Nil-Virus oder das Chikungunya-Fieber. Besonders im Ausland ist Vorsicht geboten, da dort auch gefährlichere Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber durch Mücken übertragen werden können.

Bekannteste Mücken in Deutschland und Gefahren durch Mückenstiche

Kriebelmücke (Simuliidae)
Ihre Bisse sind äußerst schmerzhaft, führen zu starken Schwellungen und Entzündungen.

Gemeine Stechmücke (Culex pipiens)
Verursacht Juckreiz und leichte Hautreizungen.

Tigermücke (Aedes albopictus)
Kann Krankheiten wie Dengue- oder Chikungunya-Fieber übertragen, was zu Fieber und Gelenkschmerzen führt.

Buschmücke (Aedes vexans)
Ihre Stiche verursachen starken Juckreiz und Schwellungen.

Hausmücke (Culex pipiens molestus)
Kann das West-Nil-Virus übertragen, das grippeähnliche Symptome und in schweren Fällen neurologische Erkrankungen verursacht.

Ringelmücke (Culex quinquefasciatus)
Verursacht Juckreiz und Hautreizungen, und kann ebenfalls das West-Nil-Virus übertragen.

Waldmücke (Aedes cantans)
Ihre Stiche führen zu starkem Juckreiz und können sich entzünden.

Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus)
Kann potenziell das Chikungunya-Virus übertragen, was Fieber und Gelenkschmerzen verursacht.

Überschwemmungsmücke (Aedes sticticus)
Ihre Stiche sind sehr schmerzhaft und führen zu großen, juckenden Schwellungen.

Gabelmücke (Coquillettidia richiardii)
Kann Hautreizungen und Juckreiz verursachen, manchmal auch allergische Reaktionen.

Nördliche Hausmücke (Culex torrentium)
Verursacht Juckreiz und leichte Hautreizungen; kann ebenfalls das West-Nil-Virus übertragen.

Es ist also wichtig, sich effektiv vor Mückenstichen zu schützen. Nutzen Sie Mückensprays, tragen Sie helle Kleidung und vermeiden Sie stark duftende Körperpflegeprodukte. So bleiben Sie sicher und können die warmen Sommernächte ungestört genießen.

Quelle: Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Robert Koch Institut

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