Allein um das Münsterland ranken sich mehrere Dutzend Kriminalromane und -erzählungen. Mit den oft gar nicht so schönen Geschichten ganz realer Menschen aus dieser Region beschäftigt sich nicht nur beruflich die Autorin Anne Kuhlmeyer in ihren Kriminalromen.
Sie ist Ärztin und Psychotherapeutin in Reken. Geboren 1961 kurz nach der Mauer mit einem Zwillingsbruder. Sie studierte an der Uni Leipzig Medizin und bildete sich fort zuerst zur Fachärztin für Anästhesiologie (zus. Rettungsmedizin) und später berufsbegleitend in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie mit Abschluss 2001, Traumtherapie, EMDR, Hypnose, Psychodrama.
Seit 2009 ausschließlich ist die Autorin als ärztliche Psychotherapeutin tätig und wohnt im Münsterland mit Familie und zwei Hunden, einem wilden Garten um ein Haus mit alten Mauern. „Schreiben, ja klar, abends und nachts und warum? Weil es so viele Geschichten gibt, die erzählt werden wollen“ so Anne Kuhlmeyer.
Neben ihren Werken u.a. „Freitags Tod“, „Ein prickelnder Tod“ Kurzgeschichten , „Mörderische Grüße aus dem Pott“ ist nun einer neuer Krimi fertig gestellt „Die Spuren der Zugvögel“ ist ab 13. November erhältlich (auf dem folgenden Link ab sofort).
Kurzbeschreibung:
In das St. Vincenz-Hospital werden die Opfer einer schweren Schlägerei eingeliefert: Ein 15-jähriger Libanese, komatös, und Kriminalhauptkommissar Conrad Böse, der dem Jungen zu Hilfe kommen wollte. Ein banaler Streit unter Jugendlichen, der ausgeartet ist? Ein ausländerfeindlicher Hintergrund? Merkwürdig, dass sich zunächst keine Zeugen finden lassen. Böses Mitarbeiter tun sich schwer. Die Personaldecke ist dünn. Julia Morgenstern ist zwar nach einer Auszeit voller Zweifel wieder in den Dienst zurückgekehrt und bereits mit dem Fall einer vermissten jungen Frau befasst, aber sie kämpft mit anderen Problemen. Ihr Kollege Sven Bentrup scheut Ermittlungen vor Ort und verkriecht sich hinter seinem Polizei-Computer. Das Team wird durch den dramatischen Verlauf der Ereignisse auf eine harte Probe gestellt … Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Freitags Tod“ lotet die Psychotherapeutin Anne Kuhlmeyer auch in ihrem neuen Krimi wieder die Tiefen seelischer Abgründe aus.
Rezensionen von „Freitags Tod“
…Es sind aber nicht nur fein ziselierte Dialoge, die diesen Krimi so wertvoll machen. Kuhlmeyer schafft auch nachhaltige Bilder, weil sie mit leisen Tönen arbeitet, die daher aber umso mehr Resonanz entfalten. Dazu ein Zitat: – Ostendorp lächelte. Die Narbe an seiner Lippe lächelte mit.
…Denn diese mit beeindruckender und beklemmender Intensität beschriebene „unheile“ Welt wirkt in einem fort und hinterlässt Spuren, an denen man wieder und wieder entlangschreitet, um auf gebliebene Fragen eine Antwort zu finden. Wie eine Wanderung durch das Labyrinth geschundener und zerstörter Seelen kommt einem das vor, zwischenzeitlich erleichtert durch eine Liebesgeschichte, doch selbst diese erscheint einem fragil und von ungewissem Ausgang.
…Und immer wieder einmal ein Satz wie ein Juwel. Ohne Bemühen und ohne Krampf kommt es daher und entzückt.
Alles in allem ein wunderbarer Erstling, von dem man sich nur wünschen kann, dass ihm bald weitere folgen.
…Und nicht zuletzt muss auf die enorme Sprachbegabung dieser Autorin hingewiesen werden, der es nicht nur gelingt, ihre Figuren deutlich und fassbar hervortreten zu lassen, ohne auf irgendwelche Klischees angewiesen zu sein (wie man sie bisweilen in diesem Genre häufig findet), sondern der auch, wie mühelos fast, so wunderbare Sprachbilder gelingen, wie:
„Schmutziges Geschirr auf dem Tisch und ein Blues zwischen den Wänden.“




























