„Kirche im Schlafzimmer“.  Zu diesem Thema referierte in der Rheihe „Samstags bei Silvester“  Karoline Wehler aus Köln.

Stoff und  mehrere Themen, welche die Besucher zum Nachdenken und zum Austausch anregen sollen, fanden bereits in den letzten Monaten jeweils am ersten Samstag im Monat im „St. Silvester Haus“ statt.

Leben, Liebe und Sexualität
Das letzte Thema sollte den Besuchern, diesmal in einem kleinen Kreis von Gästen, die Zusammenhänge zwischen einem glücklichen Leben, Liebe und Sexualität und die damit in einem Zusammenhang gestellte Frage: „Aber was hat Gott damit zu tun?“ näher bringen.

Karolin Wehler referierte über das Thema "Kirche im Schlafzimmer" im St- Silverster Haus im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Samstags bei Silvester".
Karolin Wehler referierte über das Thema „Kirche im Schlafzimmer“ im St- Silverster Haus im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Samstags bei Silvester“.

Besonders in der sexuellen Vereinigung zwischen den Ehepaaren sowie für die eheliche Liebe, so die akademische Referentin Karolin Wehler,  finden Christen eine Gebrauchsanweisung in Gott, für sich selbst. „Die Dreifaltigkeit ist das Urbild für die Ehe“, so Karolin Wehler, die sich in ihrem Vortag strikt an das Buch von Johannes Paul II. – eine Theologie des Leibes mit dem Titel „die menschliche Liebe im göttlichen Heilspann“ hielt.

(Die „Theologie des Leibes“ besagt, dass der Leib, besonders in seiner konkreten Bestimmung als Mann und Frau, „ein Fleisch zu werden“ eine Theologie, eine Gottesoffenbarung ist. Weiter soll es aussagen, dass durch den sichtbaren Leib sich der unsichtbare Gott erahnen lässt).

Ja zu Kindern

Ebenso sprach sich die sechsfache Mutter und Referentin für Theologie, gegen eine Empfängnisverhütung aus. Sie sprach sich für die natürliche Verhütung nach Dr. Rötzer, ohne jegliche „chemische Keule“,  aus. „Diese natürliche Methode ist nicht nur sicher, sondern schadet den Körper einer Frau nicht. Darüber hinaus sagen wir in unserem „Eheversprechen „ja“ zu Kindern. Wenn wir an einigen Tagen der Empfängnisbereitschaft auf die körperliche Liebe verzichten, ist dies ein positiver Spannungsbogen für Ehepaare und kann eine Beziehung bereichern“, so Wehler.

Durch hormonelle Verhütung könne nicht nur den körpereigenen Geruch der Frau und der Charakter, sondern auch eine Partnerschaft im Laufe der Jahre verändern kann. „Dadurch finden häufig Paare zueinander, die eigentlich nicht zusammen passen,  was dann zu einer Ehekrise führt“, so Wehler.

Liebe und Partnerschaft führe immer zu Gott, deshalb, so Wehler, spricht die Kirche hier auch ein Wörtchen mit.

Liebe passiert auf der Erde

Einen weiteren Schwenk macht die Referentin zu dem Thema „was haben Ehe und Zölibat miteinander zu tun. Alles in allem gehört dies zu einem großen Strom, einen Strom der Liebe, denn Liebe passiert auf der Erde, aber diese muss immer zum Himmel, und der Blick auf das Paradies ausgerichtet sein. „Denn die Liebe auf Erden ist nur ein Teil davon“, so Wehler.
… „Das Thema war heute nicht besonders einfach. Für jemanden, der sich nicht mit dem Thema beschäftigt hat, ist es schwierig, alles sofort aufzunehmen. Gut fand ich die Aussage, dass der Mensch auch zur Liebe fähig ist, die in der Dreifaltigkeit Gottes angelegt ist und der Mensch dazu berufen ist, besonders die Göttlichkeit der Liebe Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte am Ende des Vortrags Diakon  Klaus Frank.

… „Ich habe mir heute von dem Vortrag mehr erwartet, Konkreteres. Bin ich denn jetzt schlauer als Frau? Ein klares Nein, denn konkrete heiße Themen wie der Titel „Ehe und Schlafzimmer“ versprach, verbunden mit Wiederheirat, oder Scheidung, darauf ist mir die Referentin zu wenig eingegangen. Sie erzählte mir zu viel von Adam und Eva“, sagte hingegen Maria Sümpelmann.

… „Themen wurden zwar angeschnitten, aber die konkrete Lehrmeinung der Römisch katholischen Kirche wurde nicht erklärt und dargelegt. Da habe ich mehr erwartet.  Was ist erlaubt ist, was nicht? Und dass Verbote und Gebote der Kirch dargelegt werden “, sagte  Hubert Leiers. Petra Bosse

Info
Die Kirchengemeinde St. Martin, Erle, Raesfeld, Rhedebrügge bietet mit „Regnum Christi“ und der Karl-Leisner-Jugend einen weiteren Themenabend am 7. Mai (Samstag) unter dem Motto „Blick ins Paradies“ an.

Eingeladen ist Pater Klaus Einsle. Der Pater stammt aus dem Allgäu. Nach seinem Musikstudium trat er der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christ bei. Seit 2001 engagiert sich der Priester in der Jugend- und Familienpastoral. Außerdem verfasste er das Buch „Vorhang auf für den Himmel“an.

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