Samstags bei Silvester – Klatsch und Tratsch von DeWo

Verehrte Leserin, geneigter Leser, haben Sie Donnerstag das Bild inne Zeitung gesehen? – Zwei ältere Herren im trauten Geplauder miteinander; Westmünsterland meets Argentina; Pfarrer Bengfort und sein Boß. Man trifft sich in Rom, um einen Klönschnack miteinander zu halten.

Ja wie jetzt?

Der Grund liegt doch wohl auf der Hand. Dahinter steckt natürlich Pastor Kenkel (wie denn auch anders?).

Und das kam so:

Bürgermeister Grotendorst hatte sich im ‚Heimatreport‘ an die „Lieben Raesfelderinnen und Raesfelder, die lieben Erlerinnen und Erler und die lieben Homeranerinnen und Homeraner“ gewandt, um in einem Grußwort das alte Jahr Revue passieren zu lassen und über die mögliche Fährnis des neuen zu philosophieren. Anders als der Bundespräsident hat er das allerdings schriftlich getan. Wohlweislich, denn mündlich hätte er das nicht können. Stellt doch schon die Anrede an die lieben Bewohner und –innen der diversen Ortsteile ein solches Zungen-Yoga dar, dass er sich dabei seinen zwangsläufig hoffnungslos verknoteten Schmecklecker nur mit medizinischer Hilfe wieder hätte entwirren lassen können.

Aber sei’s drum, das Grußwort war geschaffen 

Das hat nun Pfarrer Kenkel nicht ruhen lassen. „Was der kann, kann ich schon lange“, wird er sich gesagt haben. „Werde ich mir eben vom Papst mal die Bedienungsanleitung für ‚Urbi et Orbi‘ besorgen, und zwar in der gekürzten Gemeindeausgabe und die Sache dann beim Jahreswechselumtrunk, um Mitternacht an der Silvesterkirche mal zur Anwendung bringen. Trifft sich ja ausgezeichnet, dass Silvester dieses Jahr auf einen Samstag fällt, haben wir also eine weitere Veranstaltung in der Reihe: ‚Samstags bei Silvester‘“.

Gesagt, getan.

Nur konnte er natürlich nicht selber nach Rom. So einer wie der altehrwürdige, Heilige Vater würde wohl einem jungen Schlacks wie unserem Pastor kaum verraten, wie ‚Urbi et Orbi‘ geht. Also musste Bengfort hin. Die beiden werden miteinander können, sind ja immerhin so etwa im gleichen Alter. Da sind die Chancen größer, dass der Papst dem Pfarrer die Sache mit dem ‚Urbi et Orbi‘ einigermaßen verklickert.

Und wie man auf dem Bild inne Zeitung sehen konnte, hat er das ja wohl auch getan. Ob der Pfarrer seinem Papst dabei mit einem guten Geist aus ‚der kleinen Brennerei im Münsterland‘ noch ein wenig auf die Sprünge helfen musste, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Berichterstatters in der Zeitung. Könnte ich mir aber gut vorstellen.

Feuerwerk an der St. Silvesterkirche – Foto: Heinz Nienhaus.

Samstags bei Silvester 2016/17

Jedenfalls darf man gespannt sein, was in naher Zukunft ‚Samstags bei Silvester‘ als nächstes passiert. Es besteht die große Chance, dass pünktlich zum Jahreswechsel, um Mitternacht, beim Klang der Glocken von St. Silvester, nicht nur – wie jedes Jahr – der Sekt von einem liebenswerten Philanthropen, sondern auch der Segen Urbi (für die Stadt Raesfeld) et Orbi (für die Welt von Erle, Homer und Rhedebrügge – gehört ja eigentlich nicht zur Stadt Raesfeld, wird aber kirchentechnisch irgendwie mit einbezogen) von einem aufgeklärten Pfarrer gespendet wird.

Damit hätte dann der Pastor Kenkel der Neujahrsansprache des Bürgermeisters Grotendorst noch eins drauf gesetzt (ätsch!).

Das wär doch mal was, oder?

Allen Lesern einen guten Rutsch ins „Neue Jahr“ wünscht 
DeWo

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