Brille ist nicht gleich Brille. Früher nannte man die Sehhilfen auch „Nasenfahrrad“, und diese nette Umschreibung kam dem Aussehen der Gestelle, teilweise mit dicken Glasbausteinen versehen, ziemlich nahe. Die heutigen Sehhilfen sind nahezu perfekte Schmuckstücke. Nun trage ich selber Kontaktlinsen, aber als ich letztens bei „Tinnefeld“ in Raesfeld war, staunte ich nicht schlecht, wie vielseitig und schick die heutigen Modelle sind. Angefangen von farbenfroh und bunt, filigran und schick, klassisch oder sportlich, hier gibt es mittlerweile für jede Nase und Typ das passende Gestell. 
Wussten Sie eigentlich, dass die ersten Brillen in Europa vor 1300 aufkamen. Damals besaßen diese Brillen noch keinen Bügel und hatten konvex geschliffene Linsen.
Zwar ist bis heute noch nicht so richtig geklärt, wer letztendlich die Brille erfunden hat, aber die als Sehhilfe für beide Augen auf die Nase gesetzte Lesebrille wurde Ende des 13. Jahrhunderts in der Toskana erfunden. Erwähnt wird hier der Dominikaner Giordano da Rivalto. Weitere Entwicklungen leistete Roger Bacon, der in seinem Werk Opus maius wesentliche Erkenntnisse zur physikalischen Optik lieferte. Dieser glaubte aber, dass die Kugelsegmente vorzügliche Hilfsmittel für Schwachsichtige seien. Dann war da noch Salvino degli Armati, der lange Zeit als Erfinder der Brille galt, bis 1920 dann die Erkenntnis kam, dass Armanti selber eine Erfindung war.
Also auf die Brille gibt es kein Patent, aber namenhafte Desginer wie Calvin Klein, Versace oder Joop, legen hier ihre Kreativität jährlich neu rein und diese Lables sind natürlich geschützt. Und wer Wert auf eine Designerbrille legt, der wird bei Tinnefeld bestimmt fündig. Also, einen verregneten und langweiligen Tag dazu nutzen, eine Brillenmodenschau mit der Freundin zu machen. Ob notwendig oder nicht – eine schicke Brille kann eine tolle Abwechslung im täglichen Outfit sein.
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