Borken – Fünf Polizeibeamte verletzt

Borken (ots) – (fr) Am Donnerstag hielten sich zwei Beamte der Borkener Wache gegen 13.30 Uhr am Borkener Bahnhof auf. Dort fiel ihnen ein 22-jähriger Mann aus Stadtlohn auf, der sich augenscheinlich entfernen wollte, als er die Polizisten entdeckte. Der Mann rannte davon, konnte aber durch die Beamten kurz darauf auf dem McDonalds angehalten werden. Der Stadtlohner reagierte nicht auf die Ansprache der Kollegen und gab auch nicht seine Ausweispapiere heraus, so dass er nach diesen durchsucht werden sollte. Dabei leistete der Mann erheblichen Widerstand – obwohl ihm bereits an einem Handgelenk eine Handfessel angelegt worden war, gelang es dem Mann, sich zu befreien. Einer der Beamten wurde dabei verletzt und blutete so stark, dass Passanten einen Rettungswagen anforderten. Mit entblößtem Oberkörper, seine Oberbekleidung hatte der 22-Jährige bei der Widerstandshandlung verloren, flüchtete dieser über die Bahngleise. Der zweite Beamte nahm die Verfolgung auf. Im Bereich der Bahngleise geriet der Beamte ins Straucheln und stürzte, wobei er sich ebenfalls so stark verletzte, dass er zunächst nicht mehr dienstfähig war und im Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Dies gilt auch für seinen verletzten Kollegen.

Im Rahmen der Fahndung, bei der sämtliche verfügbaren Einsatzwagen eingesetzt wurden, wurde der Verdächtige mehrfach kurz gesichtet – jeweils gelang dem Mann die Flucht durch angrenzende Gärten.

Bei der Flucht betrat der Täter auf einem privaten Grundstück ein Gartenhaus und entwendete aus diesen eine Astschere. Der Sohn der geschädigten Familie hatte dies beobachtet. Er folgte dem Täter und forderte die Rückgabe der Astschere, als er diesen an der Ecke Fedor-Sommer-Straße/Hohe Ostsstraße eingeholt hatte. Der Täter bedrohte den Geschädigten mit einem Messer, so dass dieser die Verfolgung abbrach und seine Beobachtungen kurz darauf Polizeibeamten mitteilte. Der Täter betrat auch noch ein Grundstück an der Rosenstraße, wo er sich gewaltsam Zutritt verschaffte und sich vor den Polizeibeamten versteckte. Die Hausbewohner hatten den Verdächtigen zwar kurz im Garten gesehen, aber erst später festgestellt, dass der Täter in das Haus eingedrungen war.

Kurz nachdem er das Haus an der Rosenstraße verlassen hatte, wurde er durch Polizeibeamte entdeckt und verfolgt. Die Astschere hatte er, wie sich später heraus stellte in einen Garten geworfen. Im Bereich Rosenstraße/Narzissenstraße schlug der Täter einem der Beamten mit der Faust ins Gesicht. Ein Schlag in das Gesicht des Täters zeigte bei diesem keine Wirkung, obwohl dieser eine Platzwunde davongetragen hatte. Auf der Narzissenstraße konnte der 22-Jährige durch drei Polizeibeamte schließlich überwältigt werden. Der Täter, der ja immer noch die Metallhandfessel am Handgelenk trug, schlug weiter um sich und wehrte sich äußerst heftig. Alle drei Beamten wurden leicht verletzt. Zwei waren weiter dienstfähig, der dritte Beamte konnte gestern seinen Dienst nicht mehr fortsetzen.

Der 22-Jährige, der nach Aktenlage der Polizei bislang nicht als gewalttätig bekannt war, litt offenbar unter einer Psychose, so dass eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, eine Amtsärztin und eine Richterin hinzugezogen wurden. Der Mann wurde in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Die Erkrankung des ohnehin sehr kräftigen Mannes erschwerte dessen Überwältigung erheblich, da er offenbar kaum Schmerzempfinden aufwies und ungewöhnliche Kraft entfaltete.

Die Beamten sind heute alle wieder dienstfähig.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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