Die Haselnuss, die unbekannte Strauchfrucht? Tag der offenen Nuss Frisch vom Feld und regional.

Unter diesem Motto verkauft Bernhard Böckenhoff aktuell keinen Spargel, sondern bereits im zweiten Jahr seine selbstgeernteten Haselnüsse.

Diese wachsen in unmittelbarer Nachbarschaft neben Spargel- und Erdbeeren an der Rhader Straße. Die Erntezeit beginnt je nach Witterung im September oder Oktober.

Landwirt Bernhard Böckenhoff hat die Erfahrung gemacht, dass das Wissen um die Nuss, insbesondere um die Haselnuss, bei vielen Menschen begrenzt ist. Deshalb hat Böckenhoff am Wochenende zum „Tag der offenen Nuss“ auf seinen Hof geladen. Vor fünf Jahren hat er begonnen, neben Spargel, Erdbeeren und Blaubeeren auch Haselnüsse auf Feldern an der Rhader Straße anzubauen.

Schon beim Betreten seines Hofladens liegt der aromatische Duft von gerösteten Nüssen in der Luft. Wer sich für die Technik interessiert, mit deren Hilfe die geernteten Früchte weiter behandelt werden, bekommt Einblicke an diesem „Tag der offenen Nuss“.

Haselnüsse-Gut-Bernhard-Böckenhoff

Nüsse werden direkt vor Ort genackt

Direkt vor Ort werden die Nüsse in einer Maschine geknackt. Eine Röstmaschine steht gleich nebenan. „Das Rösten von Haselnüssen bedarf eines gewissen Fingerspitzengefühls. Zu lange im Ofen, schmecken diese schnell scharf und verbrannt. Zu kurz geröstet, schmecken sie dann nur nach Nuss pur“, erklärt Böckenhoff einem Besucher aus Kirchhellen. Das Ehepaar Susanne und Jörg Umberg hat selber einen Hofladen und möchte auch eine solche Maschine in ihrem Geschäft aufstellen. Die Idee, die Nüsse direkt vor Ort zu knacken, zu rösten, und zu verkaufen finden sie gut. „Das gibt es so gut wie nirgendwo“, sagt Jörg Umberg.

Haselnüsse-Gut-Bernhard-Böckenhoff

Nüsse liegen voll im Trend

Nüsse im Allgemeinen lägen voll im Trend, meint Böckenhoff. Besonders Haselnüsse seien der perfekte Snack für eine ausgewogene Ernährung für zwischendurch. Sehr lecker seien auch gehackte und geröstete Haselnüsse als Topping auf Salaten.

Allerdings seien die kleinen runden Kugeln mit der harten Schale nicht so bekannt wie andere Nusssorten, da sie meistens hier bei uns in der Region nur mit dem Nikolaus und Nutella in Verbindung gebracht werden. Das möchte Böckenhoff mit seinem Infotag etwas verändern – und natürlich Haselnüsse verkaufen.

Heimische Kultur

80 Prozent der Weltproduktion der Nüsse kämen aus der Türkei, erklärt der Landwirt. Dabei sei der Haselnussstrauch sogar bei uns eine heimische Kultur, die an vielen Stellen vorkommt.

Wie Böckenhoffs andere Feldfrüchte auch, brauchen Haselnusssträucher genügend Wärme. Besonders schlecht seien Frostschäden in der Blütezeit im Februar, so der Landwirt. „In jedem Jahr haben wir mehr Sonne und benötigen aber auch mehr Wasser“, sagt Böckenhoff.

Zum Glück habe er auf seinen Feldern überall Tropfschläuche verlegt, die auch in Trockenzeiten die Anbauflächen sehr sparsam bewässern.

Tag der offenen Nuss:

11.12, 12.12, 13.12.2020 sowie 18.12, 19.12, 20.12.2020 immer von 12:00 – 18:00 Uhr

Die Hygieneregeln und Mindestabstände müssen eingehalten werden.

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