Fotoprojekte aus drei Jahrzehnten des Erler Fotografen Karlheinz Strötzel schmücken seit Dienstag die Wände im Raesfelder Rathaus.

Die Ausstellung „Analog goes digital“ zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der rund 38 Projekte, die der Diplom-Fotodesigner im Laufe seines Schaffens erstellt hat.

„Dass wir hier aus 30 Jahren die Highlights seines Schaffens präsentieren können, ist eine schöne Abwechslung für unser Rathaus“, so Bürgermeister Andreas Grotendorst bei der Ausstellungseröffnung.
Der gebürtige Dortmunder ist begeisterter Fotograf. Seine erste Kamera bekam er bereits mit sechs Jahren geschenkt. Sein frühstes Werk in der digitalen Fotografie war ein Wettbewerb im Jahre 2002, wofür Strötzel den Jugendkulturpreis NRW erhielt. „Meine erste digitale Kamera, eine Olympus mit gerade mal 1 Millionen Pixel für 1900 DM, kaufte ich mir 1999“, erinnert sich Strötzel an seine Anfänge.

Begeistert von der Ausstellung und den einzelnen Arbeiten von Karlheinz Strötzel (r.) , wie das Hineinkopieren von Köpfen in alte Meisterwerke, waren bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus Bürgermeister Andreas Grotendorst und Wolfgang Warschewski (v. l
2012 gewann der Strötzel zum ersten Mal den 3. Preis bei einem Bundeswettbewerb für sein generationsübergreifendes Projekt.

Nur als Fotograf zu arbeiten kam dem heute 65-jährige Rentner nie in den Sinn. „Ich wollte immer, dass Menschen in Menschen investieren“, so Strötzel. Kulturprojekte standen immer im Mittelpunkt des ehemaligen Bildungsreferenten der LAG, Kunst und Bildung.

Wie das „Projekt 15“ in Dorsten, wo 2010 Senioren und 15 Jugendliche von der Geschwister Scholl Hauptschule ein halbes Jahr lang gemeinsam an einem Kunstprojekt gearbeitet haben.

Fotografierte Objekte digital verändern, gehört mit zum Hobby von Karlheinz Strötzel.Dabei haben die Gruppen unter anderem mit Hilfe des Fotografen ihre eigenen Porträtfotos in die Bilder von alten Meistern hineinkopiert, oder gingen mit Strötzel auf Weltreise.

Auf Ansichtskarten wurden die einzelnen posierenden Körper jeweils vor dem Eifel Turm oder vor dem Tafelberg in Südafrika hineinkopiert. „Anschließend konnte ich verschiedene Airlines dafür gewinnen, dass sie die adressierten Karten in den jeweiligen Ländern in den Postkasten werfen. Diese flatterten dann später als Post ins Haus“, erinnert sich heute noch schmunzelnd Karlheinz Strötzel. Petra Bosse

In einem anderen Blickwinkel gesehen und dann digital verändert worden, sind die Kastanienbäume von Karlheinz Strötzel.

„Die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern macht mir im Grunde dann viel Spaß, wenn alle die Bereitschaft haben, sich selber zurück zustellen und mit anderen gemeinsam etwas zu machen“.
Wenn Strötzel auf seine Werke und Projekte zurückschaut, dann sieht er sich selber als Fossil. „Wenn der Zeitgeist nicht mitspielt, dann hat man keine Chance. Wenn alles es machen, dann ist es schon zu spät“, resümiert heute der Fotograf.

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