Die Kunstausstellung in der St. Silvesterkirche wurde am Sonntag, 16. Januar im Hochamt beendet. „Alles was lebt und existiert hat eine Würde“ unterstreicht Pfarrer Franz-Josef Barlage die Aussage der Bilder, die zum Thema „Schöpfung+Neuschöpfung“ seit dem 1. Adventswochenende die Erler Kirche schmückten.

„Es war ein Wagnis, abstrakte Bilder in die Kirche zu holen“ berichtet Barlage in seiner Predigt. „Einige Besucher konnten nichts damit anfangen. Die Bilder sorgten aber für viele Gespräche und Diskussionen.“ Abstrakte Malerei will keine eindeutige Aussage geben, sondern viele Möglichkeiten der Interpretation lassen. Mit Blumen bedankte sich Pfarrer Barlage bei den beteiligten Künstlern, die ihre Bilder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben, und sich diesem Bloßstellen „Was denken die Leute?“ gestellt haben.

Gleichfalls war es auch für die Künstler ein würdiger Rahmen ihrer Bilder, die der Kirchenraum als Ausstellungsraum bietet. Jeder Ausstellungsbesucher wurde in einer weihnachtlich geschmückten Kirche mit leiser klassischer Musik empfangen. Regina Schumachers sieht ihr Bild vom Jesuskind durch den Kirchenraum in einem ganz anderen Licht: „Ich nehme es beseelt wieder mit“ beschreibt sie diese Veränderung.

Das Bild der „Fülle“ von Gisela Paul bleibt in Erle. Es wurde zum Weihnachtsgeschenk. „Die abstrakte Malerei ist spirituell“ beschreibt Gisela Paul ihre Arbeit mit dem Bild. Pfarrer Barlage macht jetzt erstmal eine gedankliche Pause, es werden weitere Ausstellungen in der St. Silvesterkirche zu erwarten sein. Für die nächste plant er auf jeden Fall eine realistische Malerei-Ausstellung.

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