Wie die Borkener Zeitung am Mittwoch, 5. November 2008, berichtete, hatte der damalige Velener Bürgermeister Ralf Groß-Holtick Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Verletzung von Dienst- und Geschäftsgeheimnissen erstattet.
Hintergrund war eine aus seiner Sicht zu frühe Berichterstattung über einen Ratsbeschluss. Nach Auffassung des Bürgermeisters konnte die Information nur durch eine Indiskretion aus den eigenen Reihen an die Öffentlichkeit gelangt sein.
Und was wäre in Raesfeld-Erle passiert?
Was wäre wohl gewesen, wenn der damalige Raesfelder Bürgermeister Udo Rößing den Erler Lokalpatrioten ebenfalls gleich mit einer Anzeige gedroht hätte?
Anlass hätte es durchaus geben können. Gleich dreimal hatten Unbekannte auf den neuen Werbetafeln die Ortsbezeichnung „Raesfeld“ fein säuberlich mit „Erle“ überklebt.
Doch statt sofort mit einer Anzeige zu reagieren, wurde das Problem in einem Gespräch geklärt. Eine Lösung wurde gefunden, ohne Verwarnung, ohne Schadensersatzforderung und ohne juristisches Nachspiel.
So konnten Raesfeld und Erle auch weiterhin in ihrem zweiteiligen Gemeindeleben miteinander auskommen. Manchmal reicht eben ein Gespräch, bevor aus einer kleinen örtlichen Spitze ein großer Streit wird.


























