Vanille Eis bleibt an der Spitze

Vanille Eis ist vielseitig verwendbar und beliebt

ERLE. Schwarze Johannisbeere, Erdbeere und Vanille, gefolgt von Stracciatella sind derzeit die beliebtesten Eissorten, die Natalie Oesing vom Bauernhof Eis in Erle verkauft.

Die Kunden von Natalie lieben seit elf Jahren das naturbelassene Eis, wozu auch das Vanille-Eis gehört. Frische Milch direkt vom Erzeuger, Sahne und vor allem echte Vanilleschoten sind feste Bestandteile des Eises.

Zur Zeit aber haben die Preise für den Rohstoff Vanille kräftig angezogen. „Aufgrund von schlechter Ernte sind die Kosten für Vanille um das dreifache gestiegen“, so Natalie Oesing, die dennoch weiterhin auf künstliche Aromen verzichten wird.

Madagaska-Vanille

Rund 50 Euro kostet ein Kilo Vanille im Großmarkt. „Wir verwenden seit Jahren nur Madagaska-Vanille. Um die Qualität des Eises beizubehalten, können wir nicht auf andere günstigere Vanilleschoten umsteigen“, erklärt die Eismacherin.

Echte Vanilleschoten sind teuer.

Duftende Schoten

Für die Herstellung von Vanille-Eis werden die Schoten ausgekratzt und das Vanillemark in der Milch gekocht, bevor weitere Zutaten hinzu kommen. „Die stark duftenden Schoten werfe ich nicht weg, sondern lege sie unter anderem in Zucker ein, oder zeige sie meinen Kunden“, erklärt Natalie Oesing. Ein Beweis dafür, dass wirklich nur das Vanille Mark und keine gemahlenen Schoten in ihrem Eis verwendet werden.
Dass Vanille-Eis liegt seit Jahren auf der Beliebtheitsskala der Eissorten ganz oben liegt, sei auf die vielseitige Verwendbarkeit zurückzuführen, meint Natalie Oesing, denn „alles kann mit Vanille-Eis aufgepeppt werden, aber nicht umgekehrt“.

Preiserhöhung

Besonders schwärmt die Eismacherin von Vanille-Eis mit Schwarzen Johannisbeeren. „Wenn das zusammen vermengt wird, schmeckt das wie Schwarzwälder Torte“, lacht Oesing. Ihr Favorit allerdings sei Eierlikör-Eis mit Waffeln und Beeren.
Bis heute hat Oesing ihre Eispreise, ein Euro pro Kugel, nicht erhöht. „Wenn die Preise aber für Vanille weiter steigen, dann komme ich um eine Preiserhöhung nicht herum“. Petra Bosse